Seckenheim

Seckenheim DRK-Chef und Blümmel-Ordensträger Günther Körner im Alter von 68 Jahren gestorben

Stets alle Vereine unterstützt

Noch beim Tag der offenen Tür vor wenigen Tagen schickten ihm viele Gäste Genesungswünsche, jetzt hat der langjährige und höchstaktive Vorsitzende des Roten Kreuzes Seckenheim, Günther Körner, den Kampf gegen die heimtückische Krankheit verloren – Seckenheim trauert. Seckenheim trauert um einen Mann, der alle hiesigen Vereine und Organisationen förderte und unterstützte.

Schon 2004 hatte er sich mit „seiner“ Bereitschaft die IG-Auszeichnung „Aktiv für Seckenheim“ mehr als verdient. Körner kümmerte sich als DRK-Ortsvorstand um die Voraussetzungen Jugendarbeit ermöglichen zu können, unterstützte seine Gymnastik- und Seniorenabteilung sowie damit soziale Belange und ältere Seckenheimer Mitbürger im DRK und eben darüber hinaus. Mit ihm, so der Vorsitzende der Seckenheimer Vereinsgemeinschaft (IG), Jürgen Zink, verliert die IG einen wertvollen sehr engagierten Mitstreiter und Freund: „Nicht nur wir konnten uns bei allen Veranstaltungen auf ihn verlassen, sein Wort hatte Gewicht innerhalb der IG, auch deshalb haben wir Günther Körner sehr viel zu verdanken“.

Dabei war dieser hochengagierte Mann, am 1. April 1950 zur Welt gekommen, gar kein gebürtiger Seckenheimer. Sechs Jahre wuchs er in Konstanz, dann ab 1956 in Neckarau auf, wo er das Moll-Gymnasium besuchte. Zum DRK kam er auf Umwegen. 1964 der DLRG beigetreten, nahm er an einem Sanitätskurs teil, den auch seine spätere Frau Brigitte, sie war aktive Jugendliche im Roten Kreuz Seckenheim, besuchte. Körner trat am 1. April 1972 dem Roten Kreuz Seckenheim bei, war schon 1973 Beisitzer im DRK-Vorstand und war vier Jahre stellvertretender Vorstand.

Mit acht Mann übernahm er 1974 die Bereitschaft, zeitweise waren 40 Frauen und Männer unter seiner Leitung, die er erst 1999 abgab, um seither rastlos dem DRK als Vorsitzender des Ortsvereins Seckenheim zu dienen, aktiv. In der Zwischenzeit war er zeitweise Kreisbereitschaftsleiter, Zugführer beim Katastrophenschutz, Einsatzleiter im Mannheimer Rettungsdienst und Vorstandsmitglied im DRK-Kreisverband.

Beruflich war er bei SEL Leiter der Materialwirtschaft, machte sich selbstständig und blieb trotzdem, wohlgemerkt, ehrenamtlich im DRK engagiert, was ihm mit der Henry-Dunant-Medaille sowie lokalen, regionalen und bundesweiten Ehrungen anerkannt wurde.

Auch Seckenheim stattete ihm mit der höchsten Würdigung, dem Alfred-Blümmel-Ehrenorden 2006 seinen Dank ab. Nun muss Seckenheim und der DRK-Ortsverein nach Hermann Zieher und Hans Eck in wenigen Monaten von einem weiteren Aktivposten Abschied nehmen. „Wenn man dich braucht, bist du da“, hatte ihm der damalige IG-Vorsitzende bescheinigt. hat