Seckenheim

Seckenheim Adventsmarkt beim Kleinen Handarbeitsmuseum

Stille Nacht wie vor 120 Jahren

„Stille Nacht“, vor 120 Jahren auf die Blechscheibe geprägt, erklang immer wieder, sehr zur Freude der zahlreichen Besucher im Hof beim „Kleinen Museum der Handarbeitsgeschichte“. Behaglich war es hier im Schatten der großen, alten, längst anderweitig handwerklich genutzten Tabakscheune an der Seckenheimer Hauptstraße. Zeitweise war kein Durchkommen mehr, so voll war der Hof mit frohsinnigen Gästen.

Um das Jahr gemütlich und stimmungsvoll ausklingen zu lassen, hatten die Organisatoren einige Stände mit selbst gefertigten Artikeln aufgebaut. Die Handarbeitsgruppe des Roten Kreuzes bot Mützen, Schals und Handschuhe für den guten Zweck, dazu gab es verschiedene Sorten Marmelade und allerlei Kerzen. Außerdem wurden wunderschöne Dekorationsartikel angeboten, etwa stabile Holzsterne oder handgemachte Bonbons oder Kerzen oder Weihnachtskarten und mehr.

„Star“ des Abends ist der 120 Jahre alte mechanische Musikautomat der Polyphon-Musikwerke aus Leipzig, mit sogar noch intaktem Münzeinwurf. Das insgesamt funktionstüchtige Jugendstilobjekt, das wohl einst in einer Gaststätte seine Lochplatten aufrecht eingehängt abspielte und das klingende Spiel neben den üblichen Metallzungen auch mit einem doppelten Xylophon erzeugt, weckt das Interesse zahlreicher Gäste, darunter auch TSG-Vorstand Andreas Hänssler, der als Palü-Intendant solche Raritäten zu schätzen weiß.

Gut gelaunt verbringen die Besucher bei leckerem Glühwein, den Handballer des TV Friedrichsfeld ausschenken, und deftig heißen Sachen einige Zeit im lichtergeschmückten Hof und genießen einen feinen ebenso unspektakulären wie unpathetischen, aber wundervollen kleinen Adventsmarkt und einen frohen Einstig in die Vorweihnachtszeit. hat