Seckenheim

Handball Seckenheimerinnen arbeiten auf einen Oberliga-Start im September hin / Trainer Oetzel lobt Einsatz und Trainingsbeteiligung

TSG zwischen Vorfreude und Respekt

Archivartikel

Seckenheim.Gute Stimmung herrscht derzeit bei den Oberliga-Handballerinnen der TSG Seckenheim, allerdings auch eine gewisse Anspannung angesichts der aktuellen Pandemie-Lage. „Man merkt zum einen, wie sich die Spielerinnen freuen, dass wieder ein Stück weit Normalität zurückgekehrt ist, dass sie sich nach der langen Pause endlich wieder treffen und mit ihren Mitspielerinnen gemeinsam trainieren können. Aber wir gehen durchaus mit dem nötigen Respekt und einer Portion Vorsicht ans Training heran“, erklärt TSG-Trainer Siggi Oetzel.

Testspiel-Serie ab August

Seit dem 1. Juli bittet der Coach seine Mannschaft wieder regelmäßig zu seinen Trainingseinheiten. In der ersten Woche standen erst einmal drei Laufeinheiten an, seitdem sind die Spielerinnen wieder in der Halle aktiv. „Es läuft gut. Die Motivation ist hoch, die Trainingsbeteiligung ebenso“, freut sich Oetzel. „Es ist allen anzumerken, dass sie wieder Lust auf Handball haben.“

In der Erstellung seiner Trainingspläne lässt der erfahrene Übungsleiter aber auch Vorsicht walten: „Noch sind wir nicht auf dem Level – gerade bei den Zweikämpfen – der Vor-Corona-Zeit. Das hat aber auch noch Zeit. Wir arbeiten uns Stück für Stück voran.“

Auch die Neuzugänge Charlotte Denne (PSV Heidelberg), Sophie Schäfer (SG Heddesheim) und Natalie Sabisch (SG Kronau/Östringen) haben sich in den bisherigen Trainingseinheiten schon glänzend integriert: „Das passt richtig gut“, freut sich Oetzel, dass er wieder über eine homogene, eingeschworene Truppe verfügt.

Lediglich eine Spielerin absolviert noch individuell ihre Laufeinheiten, da sie eine hochbetagte Verwandte im direkten familiären Umfeld hat. „Aber das ist überhaupt kein Problem und wird von der Mannschaft und natürlich auch von mir vollkommen akzeptiert“, lässt Oetzel keine Zweifel, dass er auch hinter solchen, für die Spielerin nicht einfachen, Entscheidungen steht. Nachdem der Handball-Verband bereits am 1. Juli nach weitreichenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen durch die Landesregierung mitteilte, dass die Runde wie geplant im September starten soll, arbeitet Oetzel auch an der weiteren Ausgestaltung seines Vorbereitungsplans. Sein Ziel ist es, spätestens ab dem 8. August regelmäßig Testspiele zu absolvieren. „Auch wenn wir gut trainieren – die Wettkampfpraxis brauchen wir einfach. Das ist durch nichts zu ersetzen“, betont der Übungsleiter.

Die ersten Absprachen mit anderen Trainern hat er getroffen, jetzt gilt es Formalitäten einzuhalten: „Wir müssen die Testspiele beim Verband anmelden und uns genehmigen lassen“, erläutert Oetzel den Mehraufwand gegenüber den Vor-Corona-Zeiten: Zu jedem Spiel muss eine Bestätigung des Hallenbetreibers – meist Kreis oder Stadt – vorgelegt werden, dass dieser mit dem Hygiene-Konzept einverstanden ist. „Aber das gehört in dieser Zeit einfach dazu“, so der TSG-Coach.

„Optimal wäre es, wenn wir an jedem Wochenende ein Spiel oder sogar zwei hätten. Aber da muss man abwarten, wie sich die Situation entwickelt“, hat Oetzel zwar einen langfristigen Plan erstellt, will aber gleichzeitig weiterhin von Woche zu Woche blicken. Auch hinter dem Saisonstart im September sieht der Trainer weiterhin ein Fragezeichen: „Aber schön wäre es schon, wenn es dann wieder losgehen würde.“

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