Seckenheim

Seckenheim Bürgerdienstleiter dreht seine letzten Runden

Vereine sagenFrauenkron Servus

Archivartikel

Interne Bezirksbeiratssitzung in Friedrichsfeld am 9. Januar, Bürgerempfang in Seckenheim am 13. Januar, dazu noch einige andere Termine – Stephan Frauenkron dreht derzeit seine letzten Runden, dies aber wie gewohnt mit vollem Einsatz. „Ich bin bis zum 31. Januar im Dienste der Stadt Mannheim“, sagt der Leiter der Bürgerdienste für die Ortsteile Seckenheim, Friedrichsfeld und Rheinau. Doch am 1. Februar wechselt er nach Plankstadt als Leiter des dortigen Hauptamtes.

So macht er derzeit in seinem Beritt vieles zum letzten Mal. Und da bislang keine offizielle Verabschiedungsfeier durch die Stadt angesetzt ist, wird jeder dieser öffentlichen Auftritte zu einer Art Abschiedsfeier. Was da auf ihn im Laufe dieses Monats noch zukommt, davon gibt der Rathaussturm auf der Rheinau gestern Abend einen Vorgeschmack.

Weil es sein erster Termin im neuen Jahr ist, sind dort auch zahlreiche Vertreter der Stadtteile Seckenheim und Friedrichsfeld anwesend – Repräsentanten aus Parteien und Vereinen, dem Anlass geschuldet vor allem aus dem Bereich der Fasnacht.

„Schade, dass Du gehst. Du bist ein ganz toller Typ“, bekennt die amtierende Stadtprinzessin Daniela Ströbel: „Du wärst auch ein toller Prinz für mich“, setzt die beruflich beim „MM“ tätige Lieblichkeit hinzu. Im Namen der Fasnachtsvereine in seinem Beritt überreicht ihm der Präsident der Rheinauer „Sandhase“, Holger Kubinski, Rosé-Wein.

„Ein sehr emotionaler Moment“

Und der Beschenkte ist sichtlich gerührt. „Es ist ein sehr emotionaler Moment für mich“, bekennt Frauenkron, „auch wenn ich nach außen oft cool wie ein Kühlschrank wirke.“

Und er betont: „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe“, sagt er in seiner ersten öffentlichen Stellungnahme zu seinem Weggang: „Aber ich gehe auch mit Wehmut.“ Sein Dank gilt allen, mit denen er in den zurückliegenden Jahren „im ganzen Beritt“ zusammengearbeitet hat: den Stadt- und Bezirksbeiräten, den Vereinen und natürlich seinem Team. „Und jetzt höre ich auf, bevor mir wirklich die Tränen kommen.“

In den kommenden Tagen hat er wohl Ähnliches noch vor sich: Am 9. Januar die interne Bezirksbeiratssitzung in Friedrichsfeld, am 13. Januar den Bürgerempfang in Seckenheim.

Wer sein Nachfolger wird, das steht offenbar noch nicht fest. Die Stelle ist nicht öffentlich, sondern lediglich innerhalb der Stadtverwaltung ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist läuft noch. Nach Informationen des „MM“ gibt es jedoch noch keinen konkreten Anwärter auf die Stelle, die allerdings pünktlich zum 1. Februar besetzt sein soll. Doch ist das zu schaffen? SPD-Stadtrat Thorsten Riehle jedenfalls meint gestern Abend: „Das kann dauern.“