Seckenheim

Seckenheim TSG-Chef sieht Hindernisse für Sport-Projekt

„Wähnten uns schon weiter“

Andreas Hänssler ist für seine „deutliche Aussprache“ bekannt: „Ich bin überhaupt nicht zufrieden damit, wie es derzeit in Sachen Sport auf Stem läuft“, bekennt der Vorsitzende der TSG Seckenheim, immerhin zweitgrößter Sportverein Mannheims. „Wir wähnten uns bereits um viele Schritte weiter“, beklagt er.

Aus Hänsslers Sicht wäre es in der Tat sinnvoll, das ganze Stem-Areal zu einem Sportpark zu entwickeln: „Dabei geht es nicht um Hänssler, nicht um die TSG, noch nicht mal nur um Seckenheim“, betont er: „Es geht um den Mannheimer Süden.“

Der bislang angedachte Umfang der sportlichen Nutzung sei weder für seinen Verein im Speziellen noch für Seckenheim insgesamt zukunftsfähig. Wenn es bei der ursprünglichen Planung bleibe, müsste die TSG trotzdem weiterhin etwa ihre Turnhalle, das Schloss, den Kaiserhof und den Waldsportplatz halten.

Betreiben ja, allein bezahlen nicht

Die TSG ist nach den Worten Hänsslers bereit und in der Lage, einen solch umfassenden Sportpark auf Stem ehrenamtlich zu betreiben: „Wir sind dafür gut aufgestellt.“ Neben klassischen sportlichen Einrichtungen gelte dies auch für den Betrieb einer Kita an diesem Standort.

Allerdings sei der Verein nicht in der Lage, die Baukosten für die nötigen Einrichtungen zu übernehmen, die Hänsslers Berechnung nach etwa sieben Millionen Euro betragen – auch wenn es 50 Prozent von der Stadt und 30 Prozent vom Sportbund gebe. „Denn was viele nicht wissen: Egal wie teuer eine Halle oder ein Platz ist – nur 360 000 Euro sind förderfähig.“ Den Rest in Millionenhöhe müsste der Verein tragen: „Das können wir nicht stemmen.“

Selbst den Wunsch der Stadt nach einer Planung kann Hänssler nicht erfüllen: „Ich kann doch nicht 30 000 oder 40 000 Euro Vereinsgelder für die Planung einer Anlage ausgeben, von der ich nicht weiß, ob wir sie je bekommen.“ Zur Finanzierung sei ein Sonderprogramm nötig: „Das hat der OB ja auch zugesagt.“ 

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