Seckenheim

Seckenheim Heimatmuseum hat Mitgliederzahl seit der Gründung vor einem Vierteljahrhundert vervierfacht / Jahreshauptversammlung

Zum Jubiläum 200er-Marke geknackt

Archivartikel

Vor 25 Jahren von 50 Mitgliedern gegründet, hat der Verein Heimatmuseum Seckenheim nunmehr die 200er-Marke bei der Mitgliederzahl übersprungen. „Das ist ein gutes Omen für unser Jubiläumsjahr“, freute sich Traudel Gersbach bei der jüngsten Hauptversammlung im voll besetzten Mehrzwecksaal des Museums. Mit vielen Terminen und einer Jubiläumsmatinee wird der Verein im Laufe des Jahres an seine Gründung am 31. August 1993 erinnern.

In ihrem Bericht sprach die Vorsitzende, der das Amt am 22. März 2007 von Gründungsvorstand Werner Bordne übertragen wurde, zunächst über die vielfältigen Aktivitäten im zurückliegenden Jahr. Es gab zehn Sonntagsöffnungen und elf gesonderte Führungen, verstärkt durch Schulklassen. „Die Oma eines Mädchens aus Afrika wäscht heute noch mit dem Waschbrett, und viele Kinder mit Migrationshintergrund kennen das einfache Leben, so wie wir es bei uns zeigen, aus ihrer Heimat“, erklärte die Museumschefin.

160 Kinder und 1613 Erwachsene besuchten 2017 das Museum. Das waren mehr als 2015, aber weniger als im Jahr 2016, das mit „1250 Jahre Seckenheim“ natürlich auch herausragte. Für Kinder wurde im vergangenen Jahr das Agenda-Diplom veranstaltet, es gab Vorträge mit Günther Wesch sowie Hans und Magret Weiss, Ausstellungen über Fingerhüte, Textilien, Puppentheater, antike Holzmodel und die alljährliche Adventsschau. Dazu öffnete das Heimatmuseum ein Adventsfenster, unternahm eine Exkursion nach Lorsch, wirkte zusammen mit dem Historischen Verein am Festumzug in Heddesheim mit, lud zum Frühschoppen mit Rindfleisch und Meerrettich ein, beteiligte sich an Straßenfest und Kerwe.

Dank an engagierte Helfer

Stellvertretend für alle engagierten Helfer bedankte sich Traudel Gersbach bei den „Dienstagsmännern“ um Klaus Fedel mit Erich Karl, Erwin Ohnemus, Joseph Dausch, Willi Pint, Rudi Schornstheimer und Norbert Schreck als beständigste Gruppe. Die gelungene Einrichtung des Handwerkerraums erwähnte sie ebenso wie die gebrauchten, schweren Glasvitrinen, die auf Vermittlung von Schriftführerin Birgit Adler kostenlos von der Geschichtswerkstatt Neckarstadt übernommen wurden. Der professionelle Transport konnte aus Mitteln des Bezirksbeiratsbudgets ermöglicht werden.

All diese Initiativen, dazu Spenden und der 500 Euro-Erlös aus dem IG-Wandertag oder der Zuschuss der Stadt Mannheim, bildete die Kasse ab, die von Sabine Schneider bereits seit 25 Jahren ohne jede Beanstandung geführt wird, so auch diesmal. Und so lobte die Versammlung die Arbeit des Vorstandes und stimmte dem Antrag von Revisor und IG-Vorsitzendem Jürgen Zink auf Entlastung einstimmig und mit Beifall zu.

Viele Kontakte geknüpft

In ihrem Ausblick ging Traudel Gersbach nicht nur auf die Termine des angelaufenen Jahres ein (siehe weiterer Bericht auf dieser Seite), sie freute sich auch über etliche Verbindungen und Kontakte, die im Laufe der Jahre entstanden sind und auch zur Geschichte des 25-jährigen Vereins gehören.

„Wir gehen mit viel Aktivität ins Jubiläumsjahr“, so die Vorsitzende des Vorstandes, dem neben Gersbach, Schneider und Adler auch als zweite Vorsitzende Stephan Kranz und Lothar Boos, der den Posten schon seit Anbeginn innehat, angehören.