Seckenheim

Seckenheim SV 98/07-Chef Bernhard Erbacher wird 70

Zwei Mal in die Bresche gesprungen

Es ist seine Sache nicht im Vordergrund zu stehen, wohl aber angenommene Pflichten zu erfüllen. Die Rede ist von Bernhard Erbacher, dem Vorsitzenden des Sportvereins 98/07 Seckenheim. An diesem Mittwoch feiert er 70. Geburtstag.

Am 14. Oktober 1950 in Bad Kissingen geboren, zieht die Familie 1956 nach Seckenheim, wo er die Schule besucht. Bei der Nordstern Versicherung beginnt er 1966 seine Ausbildung. Der Versicherungskaufmann bildet sich später zum Versicherungsfachwirt weiter und übernimmt nicht nur verschiedene Führungsaufgaben in der Assekuranz, er ist auch mehr als 25 Jahre Prüfer bei der IHK Mannheim. Der seit 1973 verheiratete Finanzfachmann hat zwei Kinder, doch seinen vier Enkeln kann er seine freie Zeit seit dem Eintritt in den Ruhestand, am 1. November 2015, nicht voll zur Verfügung stellen. Denn er übernimmt eine wichtige Aufgabe – beim SV.

Schon als Zwölfjähriger im Verein

In die Turnstunde beim Sportverein 07 Seckenheim geht er als Zwölfjähriger. Schon mit 16 hilft er Fritz Büchner in den Kindersportstunden, übernimmt nach dessen Tod das „Jedermann-Training“ bis Ende 2015. Zwischenzeitlich begleitet er nach Ausbildung an der Sportschule Schöneck ab 1972 Positionen als Übungsleiter für Turnen und Leichtathletik, ist Mitbegründer der damals alle drei Seckenheimer Vereine umfassenden Leichtathletikgemeinschaft.

Ab September 1992 gehört er dem Geschäftsführenden Vorstand des SV an, kümmert sich um Versicherungen und Finanzen. Erbacher, ein Verfechter der Fusion mit TB und TV, legt nach deren Scheitern sein Amt 2004 nieder. Der Verein gerät in eine schwere Krise.

Die redlichen Vorstandsmitglieder um „Seppl“ Dausch bitten Erbacher 2009 zu helfen und der springt in die Bresche, lenkt den SV mit klaren Einschnitten wieder in geordnete Finanzbahnen. Die Goldene Ehrennadel des Badischen Sportbundes hat er mehr als verdient.

Nach dem überraschenden und zu frühen Tod des SV-Vorsitzenden Ralph Waibel lässt sich Erbacher 2019 abermals in die Pflicht nehmen. Als Vorsitzender des SV ist er sich nicht zu schade, selbst mit anzupacken, denn es gibt nach wie vor viel zu tun. Als Retter des SV und als Mann, der das gepachtete Sportgelände an der Wildbader Straße gegen die auf Kosten der Stadt ertüchtigte Bezirkssportanlage tauscht, das Vereinshaus saniert und den SV so zukunftsfähig macht – wird er wohl in die Vereinsgeschichte eingehen.

Zum Thema