Seckenheim

Seckenheim Interessengemeinschaft Friedhof tagt

Zweifel an Kosten für die Trauerhalle

Archivartikel

Zur Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft Friedhof Seckenheim konnte der Vorsitzende Alfred Heierling ein Dutzend von aktuell 75 Mitgliedern in der AWO-Begegnungsstätte begrüßen.

Heierling berichtete über den aktuellen Zustand des Friedhofs: „Bei der Pflege der Grünanlagen sind Verbesserungen erkennbar, die aber noch nicht ausreichend sind.“ Nach wie vor missfällt ihm das Efeu-Feld der anonym Bestatteten. Hier sollen Alternativen gesucht werden. Als Beispiel nannte Heierling den Friedhof in Rheinau, auf dem entsprechende Gräber in kleine Gartenanlagen eingebettet sind. Zu sehen ist hier jeweils nur ein Gedenkstein.

Protokollantin Ingrid Spies informierte über den Stand beim Thema Trauerhalle. Ein Gespräch mit Architekt Gerald Eberhard ergab, dass dieser die veranschlagten Kosten für die Sanierung und den Erweiterungsbau der Trauerhalle in Höhe von 550 000 Euro infrage stellt.

Die Aktivitäten beim Straßenfest waren wenig erfolgreich, an Kerwesonntag flossen jedoch 300 Euro in die Spendenkasse, und einige Mitglieder konnten gewonnen werden. Die Idee, einen separaten Förderkreis zum Bau der Trauerhalle mit honorigen Seckenheimern zu installieren, wurde nicht weiter verfolgt.

Die bereits bei einem früheren Treffen im Herbst beschlossene Informationskampagne soll nun angegangen werden. Dazu soll mit der Grafikerin Julia Graf ein Flyer entworfen werden. Auch sollen die Vereinsmitglieder, die im Bund der Selbstständigen (BdS) organisiert sind, sowie die Seckenheimer Ärzte und Apotheker per Anschreiben informiert und um Spenden für die Trauerhalle gebeten werden.

Nach Fertigstellung der modifizierten Flyer sollen Bestattungsunternehmen besucht werden. Es soll angeregt werden, bei der Erstellung von Todesanzeigen zu erwähnen, anstelle von angedachten Blumenspenden das Projekt „Seckenheimer Trauerhalle“ zu unterstützen, insbesondere bei Feuer- oder anonymen Bestattungen.

Wie Eigenanteil finanzieren?

Angedacht wurde auch ein Gespräch mit Andreas Adam, dem Leiter des städtischen Eigenbetriebs „Friedhöfe Mannheim“. Dabei soll geklärt werden, wie Arbeiten von Seckenheimer Handwerkern sowie Eigenleistungen und Sachspenden bei Sanierung und Neubau der Trauerhalle eingebracht werden können.

Ferner wird eine Benefiz-Veranstaltung, beispielsweise mit „Kartoffelsupp und Quetschekuche“ und kleinem Unterhaltungsprogramm, ins Auge gefasst. Auch zur Seckenheimer Kerwe will der Verein wieder mit einem Stand vertreten sein, um das Thema im Blickpunkt der Öffentlichkeit zu halten. Bis zum kommenden Straßenfest soll das Modell der Trauerhalle als Sammelbox zur Verfügung stehen und beim Stand der IG aufgestellt werden. hat