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Staatstheater Die Spielzeit 2019/20 hat viel zu bieten

Abschied von den Helden

Darmstadt.Unter dem Motto „Abschied von den Helden“ sucht das Staatstheater Darmstadt in der Spielzeit 2019/20 die Auseinandersetzung mit den klassischen Heldenerzählungen in Theater und Gesellschaft: In den Sparten Oper, Schauspiel und Ballett sowie zwei spartenübergreifenden Projekten und mehreren Konzertreihen treten die Helden noch einmal auf – und ab. „Mit den Mitteln des Theaters wollen wir mit einigen Heldenerzählungen in Dialog treten und dabei erkunden, wie sich in einer Zeit des Wandels die Herzen langsam öffnen können für neue, unbekannte Erzählungen“, sagt Intendant Karsten Wiegand.

Die Sparte Musiktheater zeigt die Oper „Turandot“ von Giacomo Puccini, das Musical „Catch Me if you can“ nach dem weltbekannten Roman von Stan Redding sowie den Doppelabend „Twice through the heart / Trouble in Tahiti“ von Mark-Anthony Turnage und Leonard Bernstein, außerdem Beethovens „Fidelio“, „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti, Paul Linckes Operette „Frau Luna“, Richard Wagners „Lohengrin“ und „Requiem für einen jungen Dichter“ von Bernd Alois Zimmermann. Für das junge Publikum gibt es die Kinderopern „Tschick“, „Schaf“ und „Die Zauberflöte“ für Kinder.

Shakespeare und Brecht

Im Schauspiel gezeigt werden Shakespeares „Othello“, Heiner Müllers „Ödipus“, „Tyrann“ und das spartenübergreifende Projekt „Körpertreffer“. Es folgen Büchners „Leonce und Lena“, Anton Tschechows „Drei Schwestern“, Bertolt Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“ und eine Adaption von Fatih Akins „Aus dem Nichts“. Weitere Produktionen sind Anne Leppers „Seymour“, die Performance „Protect me from what I want“, die Kriminalkomödie „Die 39 Stufen“ sowie „Ich schaue dich an“ von Alexandra Badea.

Für das junge Publikum gezeigt wird „Der Räuber Hotzenplotz“ von Otfried Preußler, „Amy4Eva“ von Dirk Laucke und das Live-Hörspiel „Billy Backe“. Das Hessische Staatsballett beschäftigt sich in dieser Spielzeit mit Klassikern: Zu sehen sind Tschaikowskis „Der Nussknacker“ und die Choreografie „Le sacre du printemps“ von Igor Strawinksy. Zum Abschluss der Spielzeit sind mit „Startbahn 2020“ Choreografien der Ensemblemitglieder zu sehen.

Angebote für Kinder

Die Konzertsaison bestücken Generalmusikdirektor Daniel Cohen und Orchesterdirektor Gernot Wojnarowicz mit Werken von Mahler, Berg, Schönberg, Bruckner, Rachmaninoff und Strauss. Musik von heute ist mit Stücken von Peter Eötvös und von Brett Dean vertreten, die klassische Moderne mit Varèse, Boulez, Bartók und Webern. Neben einem Wiedersehen mit Annette Dasch und Alban Gerhardt kann sich das Publikum auf Konzerte mit Michael Barenboim, Yulianna Avdeeva und Mariam Batashvilli freuen. Dazu gibt es zehn Kammerkonzerte, die Reihe „Soli fan tutti“ und Angebote für Kinder, Familien und Schulen. zg