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Weinheim Zur Bürgerinformation zum Neubau des S-Bahn-Haltepunktes Weinheim-Sulzbach

„Am Montag geht es los“

Archivartikel

Wann wird der erste Zug hier halten? Es war eine der wichtigeren Fragen, die im Sulzbacher Bürgersaal gestellt wurden. „Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020“, antwortete Frank Zwicker, Projektleiter der Bahn, der zusammen mit dem Gesamtprojektleiter der zweiten Ausbaustufe der S-Bahn Rhein-Neckar, Sven Schäfer, nicht schlecht staunte, als 120 Bürger zur Infoveranstaltung kamen.

Das Interesse am von vielen lange ersehnten Projekt, das den Öffentlichen Personennahverkehr in Weinheims nördlichstem Ortsteil wesentlich verbessern wird, ist groß. „Ich hoffe, dass später einmal auch entsprechend viele Bürger die S-Bahn nutzen werden“, sagte Ortsvorsteher Frank Eberhardt.

Das steht allerdings ebenfalls noch in den Sternen wie die Tatsache, ob die Nord-Süd-Verbindung mit der S-Bahn irgendwann auch mal bis Darmstadt gehen wird. Nach jetzigem Stand wird stündlich ein Zug Sulzbacher entweder bis Mannheim oder Bensheim transportieren. Wer nach Heidelberg möchte, muss in Mannheim-Seckenheim umsteigen, erläuterte Markus Kempf von der Verkehrsplanung der BW-Nahverkehrsgesellschaft, die den S-Bahn-Betrieb plant.

Die Kosten für den Bau des Haltepunktes Sulzbach werden indessen auf 5,8 Millionen Euro geschätzt und zu 60 Prozent vom Bund, zu 20 Prozent vom Land und zu 20 Prozent von Kreis und Stadt getragen.

LED-Lampen werden den Bahnsteig später einmal ausleuchten. Über Treppenaufgänge, aber auch über zwei Aufzüge kann man auf die Dammwegbrücke gelangen. Wer mit dem Auto kommt, kann die Parkplätze auf Bahnsteig 2 auf Seite der Kreisverbindungsstraße entweder über die KVS oder über die Dammwegbrücke erreichen. Die Stadt Weinheim wird nach Auskunft von Tanja Franke vom Amt für Stadtentwicklung einen Park&Ride-Parkplatz mit 40 Stellplätzen und einer Elektro-Ladesäule sowie überdachte Fahrradabstellplätze bauen; allerdings erst nach Fertigstellung des Haltepunktes der Bahn. „Am Montag geht es richtig los“, sagte Markus Kempf – ohne Gewähr für Zeitpunkt und Dauer unverzichtbarer Arbeiten in der Nacht. dra