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Im Test Der Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid kann elektrisch bis zu 135 km/h schnell fahren / Steckdosen-SUV mit Allradantrieb

Auf leisen Sohlen unterwegs

Archivartikel

friedberg.Die Fahrt im neuen Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid ist prinzipiell geräuschlos. Das hat seine Gründe in einer effektiven Dämmung. Primär jedoch ist hierfür der alternative Antrieb zuständig. Im japanischen SUV (Sport Utility Vehicle) ist man vom ersten Meter an elektrisch unterwegs. Die Beschleunigung arbeitet ohne Schaltunterbrechung bis auf eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h. Das heißt, wer es ruhiger angeht, der fährt im Steckdosen-Outlander auch auf der Autobahn im Elektromodus. Wer es jedoch eilig hat und das Pedal durchtritt, der erweckt den Verbrennungsmotor zum Leben. Mit den Konsequenzen, dass die Fahrt lauter und verbrauchsintensiver wird. Die Spitzengeschwindigkeit liegt dann bei 170 km/h.

Nachhaltig indessen geht anders. Der Outlander unterstützt den Fahrer dabei, indem er ihn mit bunten Grafiken über sein aktuelles Fahrverhalten ins Bild setzt. Wer beruhigt nicht gerne sein Gewissen und wähnt sich im grünen Bereich? Der Lohn für den Eco-Modus ist jedenfalls die ganz entspannte Fahrt, das majestätische Dahingleiten. Je mehr man mit Strom fährt, umso weniger Kraftstoff wird benötigt. Der Wert des Werkes liegt bei 1,8 Litern pro 100 Kilometer plus 14,8 kWh Strom. Eine theoretische Verbrauchsangabe, die in den Testfahrten auch nicht annähernd erreicht wurde. Zwischen sechs und sieben Litern schlugen zu Buche. Was für einen Benziner in solch einem großen Fahrzeug mit Allradantrieb so schlecht aber nicht ist.

Bei der jüngsten Überarbeitung des erfolgreichsten Plug-in-Hybridmodells seines Segments in Europa, fanden die größten Änderungen unter der Motorhaube statt. Der alte Benziner wurde ausgetauscht. Nun garantiert ein 2,4-Liter-Ottomotor mehr Leistung und eine höhere Effizienz. Dieses Aggregat leistet 135 PS. Mit an Bord sind zwei Elektromotoren. Dabei werden an der Front 82 PS und am Heck 95 PS entwickelt.

Entspanntes Reisen

Die Gesamtleistung gibt Mitsubishi mit 224 PS an. Rein elektrisch erreicht der Teilzeitstromer eine Reichweite von 54 Kilometern. Danach muss geladen werden. An der Haushaltssteckdose ist man dann 5,5 Stunden gebunden. An einer Schnellladestation (CHAde-Mo-Standard) kann die Batterie in 25 Minuten zu 80 Prozent aufgetankt werden. Die reisende Familie kann sich aber auf den Verbrennungsmotor verlassen. Seine Reichweite ist mit 800 Kilometern angegeben. So sind die meisten Urlaubsorte ohne Halt erreichbar.

Das trägt zur Entspannung bei, ebenso wie die großzügigen Platzverhältnisse im Outlander. Die Insassen sitzen auf neuen Ledersitzen mit Rautensteppung in Schwarz und silberfarbenen Nähten. Dekorleisten in Lasergravur- oder Klavierlack-Optik sorgen für einen weiteren Kontrast. Es lohnt sich, wenn die Batterie geladen ist. Dann kann der Outlander auch Strom abgeben. Zwei 230-V-Steckdosen machen das Fahrzeug zum mobilen Stromspeicher.

Der Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid 4WD Top kostet 49 990 Euro. Die Preisliste beginnt bei 37 990 Euro. Mit den Boni von Mitsubishi (6500 Euro) und Bund (1500 Euro) kommt man sogar knapp unter die 30 000er Marke.

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