Seite 1 - MM

Weinheim Gitarrenduo Peter und Zoltán Katona bietet in der Aula der Hans-Freudenberg-Schule ein außergewöhnliches Programm

Auf zwölf Saiten durch Epochen reisen

Archivartikel

Das ist mehr als ein musikalischer Spagat, den der Kammermusikverein Weinheim bei seinem nächsten Konzert am Freitag, 25. Oktober, um 20 Uhr in der Aula Hans-Freudenberg-Schule (Wormser Straße) bietet. Das von der Kritik hochgelobte Gitarrenduo Peter und Zoltán Katona wechselt mühelos die Musikrichtungen, spielt sich auf zwölf Saiten seiner beiden Gitarren von barocken Linien eines Johann Sebastian Bach bis zu melodiösem, poppigem „Penny Lane“ oder „Come Together“ aus der Feder der beiden Beatles Paul McCartney und John Lennon. Dazwischen liegen Eigenkompositionen von Peter Katona und etwas Sinti-Jazz von Django Reinhardt.

Mit Füßen wippen

Es kann also ein bisschen geträumt und auch mit den Füßen gewippt werden beim Weinheim-Auftritt der beiden ungarischen Zwillingsbrüder. Sie studierten am Budapester Konservatorium, an der Musikakademie in Kassel, an der Musikhochschule in Frankfurt am Main und an der Royal Academy of Music in London. Seit vielen Jahren unterrichten sie bei internationalen Meisterkursen und seit dem Jahr 2006 sind sie „Artists in Residence“ in San Francisco. Peter Katona ist Dozent für Gitarre an der Musikhochschule in Frankfurt am Main.

Im Jahr 1968 in Ungarn geboren, leben die beiden Katona Twins nach einem längeren Aufenthalt in Deutschland heute in Liverpool – kein Wunder, dass in ihrem Programm Beatles-Stücke nicht fehlen dürfen. Mit Auftritten in der Carnegie Hall, der Wigmore Hall, im Concertgebouw in Amsterdam, im Konzerthaus in Wien, in der Suntory Hall in Tokio oder in der Philharmonie in Köln begeisterten sie ihr Publikum. Als Solisten der „Nacht der Proms“ traten sie 2009 vor einer halben Million Menschen in Arenen in ganz Europa auf.

Das Programm

Das Konzert in Weinheim beginnt mit vier von sieben Stücken aus der Französischen Suite Nr. 5 von Johann Sebastian Bach und wechselt über Rumänische Volkstänze von Béla Bartók zu zwei Eigenkompositionen von Peter Katona („Meditation und Passacaglia“ und „Die Brüder Karamasow“). Mit „Nuages“ und „Minor Swing“ von Django Reinhardt geht es in die Pause.

Im zweiten Konzertteil wendet sich das Gitarrenduo nach einer weiteren Eigenkomposition („Smerdyakov“) von Peter Katona Leonard Bernsteins Erfolgsmusical „West Side Story“ zu. Wie die beiden Gitarristen „Maria“, „I Feel Pretty“, „Mambo“ und „Somewhere“ interpretieren kann mit Spannung erwartet werden.

Die Beatles-Hits „Eleanor Rigby“, „Penny Lande“, „The Fool On The Hill“ und „Come Together“ legen schließlich zum Konzertabschluss Zeugnis von der außergewöhnlichen Kompositionskunst der Pop-Legenden Paul McCartney und John Lennon ab – und von der besonderen Instrumentierung der Katona-Zwillinge. dra