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Literatur

Baldwins Essays gegen Rassismus

James Baldwin (1924-1987) war eine der wichtigsten afroamerikanischen Stimmen in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Nach dem Erfolg seines autobiografischen Debütromans „Go Tell It on the Mountain“, der unter dem Titel „Von dieser Welt“ neu übersetzt wurde, standen ihm viele Möglichkeiten offen, seine Texte zu veröffentlichen. 1963, mitten in den Kämpfen der Bürgerrechtsbewegung, erschien sein Buch „Nach der Flut das Feuer“. In den beiden Essays, aus denen das Buch besteht, setzt sich Baldwin mit dem alltäglichen Rassismus der amerikanischen Gesellschaft auseinander.

Im ersten Text spricht er direkt die nächste Generation an und drängt sie, nicht nach Rache zu streben. Im zweiten Essay setzt sich Baldwin mit der Rolle auseinander, die die Religionen bei der Überwindung der Unterdrückung spielen könnten, aktuell aber nicht leisten. Die rassistischen Vorfälle in den USA der vergangenen Jahre zeigen, wie aktuell die neu übersetzten Texte auch heute sind. („Nach der Flut das Feuer“. Neu übersetzt von Miriam Mandelkow. dtv. 128 S., 18 Euro) dpa