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Carl-Orff-Schule Grundschüler aus Fehlheim bieten mit dem Stück „Das Geheimnis der 7. Kugel“ beste Unterhaltung

Beim Wettschießen fällt die Entscheidung

Archivartikel

Bensheim.Die Lehre des Stücks kam nach einer unterhaltsamen halben Stunde mit den Schlussworten des sprechenden Hirschs: Nicht jede Kugel trifft und das ist den Hirschen auch lieber so. Sehr frei nach der Oper „Der Freischütz“ begeisterte die Theater-AG der Carl-Orff-Schule Fehlheim unter Leitung von Petra Krämer bei den Schultheatertagen mit dem Stück von Eva Köhler „Das Geheimnis der 7. Kugel“.

Das Bühnenbild entführt die Zuschauer in den Wald mit zwei als hübsche Pilze verkleideten Hockern. Darauf sinken der unglückliche Max und sein Begleiter Kasper nach einer wieder einmal erfolglosen Jagd – es gibt einfach keine jagdbaren Tiere mehr im Wald, nur Blattläuse, glauben die beiden. Dabei wäre es für Max doch so wichtig, sich als guter Schütze zu erweisen, denn er möchte Agathe heiraten, die Tochter des Oberförsters. Der aber erlaubt die Hochzeit nur, wenn Max auf der Jagd Erfolg hat.

Der Hohn der Konkurrenz bleibt Max und Kasper nicht erspart, als zwei fesche Jäger einen erlegten Hirsch auf die Bühne tragen und den beiden schenken: „Ihr habt ja immer nur Tannenzapfen und Gartenzwerge erlegt“. Den Hirsch verschmähen die beiden und Gottlob ist er auch gar nicht tot, sondern kann sprechen und läuft munter davon.

Am nächsten Tag bekommt Max bei einem Wettschießen die letzte Gelegenheit, seine Treffsicherheit zu beweisen. Aber hat er eine Chance? Da kommt der Teufel ins Spiel, der Max spezielle Gewehrkugeln anbietet, die nie ihr Ziel verfehlen. Nachts um zwölf in der Wolfsschlucht soll die Übergabe sein. Zwölf gruselige Glockenschläge lang müssen die beiden Freunde im immer dichter werdenden Nebel warten, bis der Teufel mit seiner Beschwörung der Kugeln beginnt. Die ersten sechs sollen dem Willen des Schützen gehorchen – doch die siebte gehört dem Teufel. Drei Kugeln verbraucht Max beim Üben, dann ist der große Tag gekommen.

Mit drei Kugeln trifft Max beim Wettschießen – doch das reicht nicht für die Entscheidung, da die Konkurrenten ebenfalls immer getroffen haben. Der Schuss auf einen Apfel, den die geliebte Agathe auf dem Kopf trägt, soll Max den Sieg bringen. Es ist aber die Kugel des Teufels und die trifft Agathe, die vermeintlich tot zu Boden sinkt. Max sieht ein, dass das Schießen verhängnisvoll ist. Da regt sich Agathe, die nur bewusstlos war: Eine Bibel, die sie unter dem Kleid trug, hat die Kugel abgefangen. Der geläuterte Vater erlaubt nun doch die Hochzeit und alles hat ein gutes Ende. eba