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Erinnerungen Neues von Autor Hans Christoph Buch

Bereiter und Begleiter

Hans Christoph Buchs erster Auftritt auf der literarischen Bühne war turbulent: Kritiker Marcel Reich-Ranicki raufte sich 1963 sein noch dichtes Haar vor Entsetzen über den Text, den der 19-Jährige vor der Gruppe 47 vortrug, während Günter Grass und Hans Magnus Enzensberger die Kurzgeschichte lobten. Mit dem „Literaturpapst“ freundete Buch sich später an und besuchte ihn noch kurz vor dessen Tod 2013. Nachlesen kann man dies und andere Anekdoten aus der Literatenszene in Buchs Erinnerungsband „Tunnel über der Spree“, der zum 75. Geburtstag des Autors erschienen ist. In amüsanten Porträts stellt er seine literarischen Wegbereiter und Wegbegleiter vor.

Buch blickt zurück in die Mauerzeiten, als sich west- und ostdeutsche Schriftsteller in Ostberliner Wohnungen trafen. Er macht sich kluge Gedanken über die Rolle von Kunst und Literatur in der Gesellschaft. Und wie auch in anderen seiner Bücher geht es um die „multiple Identität“ des weit gereisten Autors (Frankfurter Verlagsanstalt, 252 Seiten, 20 Euro). dpa