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Joy Fleming Preis Neun Kandidaten für das Wettbewerbskonzert am 25. Oktober stehen fest

„Bewerber hatten tolles Niveau“

Mannheim.„Es war sehr knapp, aber trotzdem klar“, beschreibt Bernd Peter Fleming das Ergebnis des Auswahlverfahrens zum 1. Joy Fleming Preis, der am 25. Oktober im Capitol vergeben wird. Band und Familie der fast genau vor zwei Jahren verstorbenen „Mama Soul“ mussten sich aus 63 Bewerbungen für neun Finalisten entscheiden. Neben Sohn Bernd Peter war ihr Lebensgefährte und Keyboarder Bruno Masselon maßgeblich an der Auswahl anhand einer rein am Gesang orientierten Skala bis 30 beteiilgt. „Dabei ging es nur um die Stimmen, nicht um Äußerlichkeiten wie tolle Facebook-Auftritte, Preise oder Bewertungen im Internet“, sagt Fleming.

Knapp sei es gewesen, weil der Abstand zwischen Platz neun und zehn numerisch kaum enger hätte ausfallen können, nichtsdestotrotz habe es einen Qualitätsunterschied gegeben. „Die Spitzenleute kamen auf 27 oder 28 Punkte. Was aber nicht heißt, dass die anderen Bewerber schlecht waren. Die Bewerber hatten tolles Niveau. Wer möchte, kann sich im nächsten Jahr auch wieder bewerben“, betont Fleming, der am 25. Oktober moderieren und auch selbst singen wird.

Er sieht die erfolgreichen Talente im gehobenen Halbprofi-Bereich. Ein gutes Stück Professionalität werden sie auch brauchen, denn mit Joy Flemings Band um ihren Sohn und Masselon können die Finalisten erst am Tag des Wettbewerbs proben. Bis dahin bekommen sie von dem erfahrenen Keyboarder und Produzenten zum Üben Versionen der Stücke, die auf ihre Stimmlage angepasst sind.

Weiteste Anfahrt aus Husum

Das Finalistenfeld ist altersmäßig bunt gemischt. Frauen sind aber klar in der Überzahl: Sieben Sängerinnen stehen zwei Männern gegenüber. Eigentlich erwartbar – „wobei die ersten Bewerbungen im Frühjahr kurioserweise fast nur von Männern kamen“, erinnert sich Bernd Peter Fleming.

Die jüngsten Bewerberinnen Parla Doaa Tatar (14), die als Schülerin des Mannheimer Karl-Friedrich-Gymnasiums quasi eine natürliche Verbindung zum Karl aus Joy Flemings Texten hat, und Louisa Marie Mohr (17) sind im Teenager-Alter. Letztere muss mit Mutter und Schwester mit Abstand die weiteste Anreise hinter sich bringen, aus dem friesischen Husum. Sie hat den Bezug zur Stimme der Kurpfalz über ihre Mutter gefunden. Mit Joy Flemings einstiger Gesangsschülerin Angelika Reutter, Sabrina Arico-Cieslik, Carina Deutscher und Anja Beck findet sich ein Quartett gestandener Frauen im Feld. Altersmäßig dazwischen liegt Carina Koslik aus Edingen-Neckarhausen. Aber auch die beiden männlichen Bewerber Giovanni Arena und Thomas Berzel wissen stimmlich zu beeindrucken.

Info: Bewerbungsvideos: morgenweb.de/joy-fleming-preis