Seite 1 - MM

Im Test Der BMW X6 der dritten Generation ist sehr dominant und noch dynamischer als seine Vorgänger

Bullig – von der Front bis zum Heck

Archivartikel

Mannheim.Satt steht der BMW X6 auf der Straße. Serienmäßig sind 19 Zoll große Leichtmetallräder montiert. Doch in den Radhäusern finden bis zu 22 Zoll große Schlappen Platz. Wer will, der kann hier also noch aufrüsten. Fast fünf Meter streckt sich das Muskelpaket. Etwas mehr als zwei Meter Breite nimmt der Bajuware ein. Die Fahrzeugfront wird von der großen Niere dominiert, die erstmals beleuchtet ist. Hell wird sie beim Öffnen oder Schließen des Fahrzeugs. Aber auch per Knopfdruck kann das charakteristische Merkmal der Modelle aus München zum Leuchten gebracht werden.

Neue Fahrzeuggattung

Von der Front bis zum Heck ist der X6 extrem athletisch. Da macht auch die dritte Generation keine Ausnahme. Vor einem Jahrzehnt hat BMW die neue Fahrzeuggattung SAC (Sports Activity Coupé) begründet und dem Muskelpaket ein schräg abfallendes Dach verpasst. Seither scheiden sich die Geister am Bajuwaren. Ob die Autowelt ein SUV-Coupé braucht, soll jeder für sich selbst entscheiden. Wir wollen an dieser Stelle die puren Informationen über das Modell liefern, das in zwei Generationen fast 450 000 Käufer fand. Auch die Neuauflage rollt im US-Bundesstaat South Carolina vom Band. Gegenüber dem Vorgänger ist der neue X6 in der Länge und in der Breite gewachsen. Die Höhe hingegen wurde reduziert, der Radstand erweitert.

Das Interieur wartet mit hochwertigen Materialien auf, die bestens verarbeitet sind. Reichlich Luxus umgibt die Insassen. Der Fahrer und sein Beifahrer genießen viel Platz auf erhöhtem Gestühl. Auf der Rückbank bleibt aber wegen der abfallenden Dachlinie wenig Platz über dem Scheitel des durchschnittlich gewachsenen Mitfahrers. Die Sitzlehnen können im Verhältnis 40:20:40 umgeklappt werden, so dass sich das Gepäckraumvolumen von 580 auf bis zu 1530 Liter erweitern lässt.

Das Kraftpaket wird von entsprechend PS-strotzenden Motoren angetrieben. Die Benziner leisten wahlweise 340, 530 oder 625 PS. Die Diesel kommen auf 265, 340 oder 400 Pferdestärken. Schon die Einstiegsmotorisierung erreicht mit 265 PS ein maximales Drehmoment von 620 Newtonmeter. In 6,5 Sekunden hat die 2,1 Tonnen schwere Fuhre die Sprintprüfung auf die 100-Kilometer-Marke erledigt. Der Vortrieb endet bei 230 km/h.

Trotz seiner Größe lässt sich der X6 ausgesprochen handlich auch auf verwinkelten Landstraßen dirigieren. Das Fahrwerk gibt sich dynamisch und dennoch komfortabel. Der Allradantrieb erhöht die Traktion, die Agilität und die Fahrstabilität. Unaufgeregt schaltet das Achtgang-Automatik-Getriebe. Für noch mehr Sportlichkeit gibt es gegen Aufpreis eine Luftfederung mit Niveauregulierung oder ein M Fahrwerk mit elektrischer Wankstabilisierung und Hinterachslenkung. Optimale Voraussetzungen, um die hohe Leistung auf die Straße zu bringen. Vier Fahrmodi stehen zur Auswahl, damit dem Fahrer auf Schnee, Sand, Schotter oder Fels die besten Voraussetzungen zur Verfügung stehen.

Den Verbrauch gibt das Werk mit durchschnittlich 6,6 Litern an. Bei den Testfahrten erreichten wir 8,1 Liter. Auch das ist nicht schlecht. In Anbetracht der Größe und der Leistung des X6 kann man von einem guten Wert sprechen. Größer ist da schon der Preis. Denn für den BMW X6 xDrive 30d müssen mindestens 74 473 Euro bezahlt werden.

Zum Thema