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Im Test Der Subaru Forester wird in der fünften Generation erstmals mit einem kleinen Elektromotor angeboten / Robuster und geräumiger Geländewagen

Der Boxer erhält Unterstützung

Mannheim.Die Elektromobilität hält allenthalben Einzug in der Autowelt. So auch bei Subaru. Der weltweit größte Autohersteller von allradgetriebenen Pkw hat seinem Modell Forester in der fünften Generation eine elektrische Unterstützung zur Seite gestellt. Das nun Forester e-Boxer genannte SUV (Sport Utility Vehicle) kombiniert einen 2,0-Liter-Boxerbenziner (150 PS) mit einem 12,3 kW/16,7 PS starken Elektromotor sowie einer 13,5 kW großen Lithium-Ionen-Batterie. Da kommt nicht besonders viel Energie dabei rum. Der japanische Hersteller spricht denn auch von einem Mildhybrid-Modell. Die Kombination indessen sorgt für ein üppiges Drehmoment im unteren Drehzahlbereich und für einen kraftvollen Auftritt.

Komfortables Dahingleiten

Wer verhalten fährt, der ist 1,6 Kilometer rein elektrisch unterwegs. So spielt der e-Boxer seine Stärken insbesondere im innerstädtischen Verkehr aus. Der Durchschnittsverbrauch sinkt laut Subaru dank der Elektrounterstützung um 0,7 Liter auf 6,7 Liter je 100 Kilometer. Das sind Werte, die nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert wurden. Bei unseren Testfahrten flossen mit durchschnittlich 8,5 Litern pro 100 Kilometern 1,8 Liter mehr durch die Benzinschläuche. Ein Sparwunder ist der e-Boxer also nicht.

Vom 1,6 Tonnen schweren Forester kann insgesamt keine übertriebene Dynamik erwartet werden. Der Vierzylinder benötigt 11,8 Sekunden für den Sprint auf die 100-Kilometer-Marke. Der Vortrieb endet bei 188 km/h. Der Teilzeitstromer gleitet komfortabel dahin. Er liegt ruhig auf dem Asphalt und schaukelt nicht auf. Unaufgeregt legt das stufenlose Automatikgetriebe die Gänge ein. Im Gegensatz zu vielen anderen SUVs ist der Forester fürs Gelände gewappnet. Prinzipiell wird er mit Allrad angeboten. Die Bodenfreiheit nimmt eine Höhe von 220 Millimetern ein. Unterfahrschutz und ausgestellte Radkästen signalisieren Geländegängigkeit.

Der Forester wirkt insgesamt sehr robust. Im Innenraum des 4,63 Meter langen SUVs ist sowohl vorne als auch hinten reichlich Platz für ein entspanntes Reisen. Fürs Gepäck öffnet sich ein Fach mit einem Volumen von 509 Litern, welches durch Umklappen der Rücksitze bis auf 1779 Liter erweitert werden kann. Das Innenleben erfuhr einen frischen Anstrich. Neue Materialien, Dekoreinlagen und Ziernähte erhöhen die Wertigkeit. Die Tasten und Knöpfe sind problemlos erreichbar.

Zentrales Bedienelement ist der acht Zoll große Touchscreen des Infotainmentsystems. Zwei weitere Bildschirme (4,2 und 6,3 Zoll groß) liefern Informationen. Erstmals lässt sich das Smartphone über Apple CarPlay und Android Auto einbinden. Auch die Sicherheit wurde erhöht. Neben dem sogenannten Eyesight-System, das ein Notbremssystem mit Kollisionswarner, eine Abstands- und Geschwindigkeitsregelung sowie einen Spurhalteassistenten kombiniert, gehört auch ein Spurwechsel-, Totwinkel- und Querverkehrsassistent zum Serienumfang. Der Subaru Forester e-Boxer 2.0ie startet zu Preisen ab 34 107 Euro. In der höchsten Ausstattungsvariante Platinum schlagen mindestens 42 393 Euro zu Buche.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/auto