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Ella & Louis Saxofonistin Stephanie Lottermoser zu Gast

Der Groove macht den Unterschied

Den Titel für ihr aktuelles Album hat Stephanie Lottermoser genau richtig gewählt: „This Time“. Denn dieses Mal, so viel ist gewiss, steht dem ganz großen internationalen Durchbruch nichts mehr im Wege. Alles richtig gemacht: Herausragende Kompositionen, packende Beats, einfühlsame Texte, einen grandiosen Produzenten an Bord, ebenfalls vorzügliche Begleitmusiker. Angesiedelt sind die zehn Lieder im so weiten wie inspirierenden Landstrich zwischen Jazz und Pop.

Jetzt spielt die begnadete Saxofonistin endlich mal in Mannheim, im Jazzclub Ella & Louis unterm Rosengarten am Freitag, 16. Oktober, gleich zwei Konzerte um 19 und 21.15 Uhr. Der ticketverkauf läuft bereits auf Hochtouren.

Professionell produziert

Es war ein langer Weg hin zu diesem Opus Magnum, stetig mit dem Blick nach vorne. Und jetzt ist die aparte, vor allem aber extrem talentierte Musikerin aus dem beschaulichen oberbayerischen Ort Wolfratshausen definitiv am Ziel angelangt. Diese Platte ist bereits das vierte Werk der 34-jährigen. „Die vielleicht wichtigste Veränderung im Vergleich zu den Vorgängern ist, dass erstmals ein richtiger Produzent mit an Bord war“, sagt sie uns. Dabei handelt es sich um den „Grammy“-nominierten Multi-Instrumentalisten Steve Greenwell, der im außerhalb von New York gelegenen Asbury Park ein nach ihm benanntes Studio besitzt und schon mit Koryphäen wie Joss Stone, Diane Birch oder James Maddock gearbeitet hat.

Herausgekommen ist mit „This Time“ ein Ausnahmewerk, das sich ganz in der Tradition von Lottermosers Allzeit-Idolen Branford Marsalis, Candy Dulfer, Joshua Redman, Tower Of Power, Jamie Cullum, Norah Jones und allen voran Dexter Gordon messen kann. Neun der Songs stammen aus Stephanies Feder, der letzte Track ist ein Mash-Up aus dem Jazz-Standard „Freedom Jazz Dance“ von Eddie Harris und der von Sly & The Family Stone stammenden, beinahe 50 Jahre alten Hippie-Hymne „Everyday People“, die seit jeher für ein menschliches Miteinander wirbt.

Jetzt ist Lottermoser nach der Corona-Pause endlich wieder auf Tour: „Ich muss einfach raus auf die Bühne. Ich könnte dort jeden Abend stehen und spielen. Sie ist meine eigentliche Heimat“, sagt sie und freut sich auf ihren ersten Auftritt in Mannheim. Stephanie Lottermoser stammt aus München, hat dann in Paris gelebt und ist jetzt seit zwei Jahren in Hamburg ansässig. Anfang September hat sie einen Vertrag bei Leopard-Records unterschrieben, einem renommierten Kölner Jazz Label, das gerade ihr nächstes Album produziert, das bereits 2021 erscheinen wird.

Sie hat im Mannheimer Jazz-Club Elle & Louis auch einige tolle Musiker mit dabei: Christian Frentzen (Keyboard), Lars Cölln (Gitarre), Thomas Stieger (Bass) und Felix Lehrmann (Schlagzeug).

Info: Ein Video als Kostprobe auf www.schwetzinger-zeitung.de