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Im Test Nissans Mini-SUV (Sport Utility Vehicle) setzt außen wie innen Akzente / 112-PS-Benziner sorgt für Vortrieb / Grundpreis beginnt bei 16 940 Euro

Der Juke bringt Farbe ins Spiel

Köln.Der Nissan Juke gibt sich seit seinem Debüt im Jahre 2010 optisch mutig. Daran ändert auch die jüngste Überarbeitung nichts. Seine gedrungene Form, die Mischung aus Robustheit und Sportlichkeit, lässt ihn anders erscheinen als viele Mitbewerber im Segment der Mini-SUVs (Sport Utility Vehicle). Diese außergewöhnliche Form ist nicht jedermanns Sache. Die Geschmäcker sind eben verschieden. Fakt ist aber, dass der Juke optisch aus der Masse herausragt. Daran hat auch die neue Frontpartie ihren Anteil. Der Juke wurde getönt: Der typische V-förmige Kühlergrill ist in dunklem Chrom gehalten, auch die Scheinwerfereinfassungen und die Blinkerleuchten in den Außenspiegeln sind dunkel.

Integrierte Lautsprecher

Nichtsdestotrotz bringt der japanische Mini-SUV reichlich Farbe ins Spiel. Ein Beispiel: Einsätze der Leichtmetallfelgen sind in „Energy Orange“ lackiert, ebenso wie Seitenleisten, Spiegelkappen oder Teile der vorderen und hinteren Stoßfänger. Auch im Innenraum setzt sich dieser Pep fort. „Energy Orange“ oder auch „Power Blue“ an Mittelkonsole, Lüftungsdüsen, Türverkleidung oder Sitzen lockern das Interieur auf. Die Kombi-Instrumente wurden verfeinert und sind mit weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund besser ablesbar. Ein Bose Sound-System ermöglicht ein besonderes Klangerlebnis, wozu auch die beiden in die Kopfstütze des Fahrersitzes integrierten Lautsprecher beitragen. Ein Gefühl, als ob man mit Kopfhörern fährt.

Leicht erhöht haben die Insassen eine gute Übersicht über das Verkehrsgeschehen. Der Fahrer und sein Beifahrer genießen reichlich Platz. Auch auf der Rückbank gestaltet sich das Reisen angenehm. Wer allerdings überdurchschnittliche Maße mitbringt, der hat nach oben kaum mehr Spielraum. Für die Reise steht ein Fach mit einem Volumen von 354 Litern zur Verfügung, das sich auf bis zu 797 Liter erweitern lässt. Im Kofferraumboden lassen sich Utensilien verstauen und mit einem Deckel vor neugierigen Blicken schützen.

Realistischer Werkswert

Der gefahrene Juke wurde von einem Vierzylinder-Benziner angetrieben. Seine 112 PS beschleunigen den knapp 1,2 Tonnen schweren Crossover in 12,5 Sekunden auf die 100-Kilometer-Marke bis auf eine Höchstgeschwindigkeit von 178 km/h. Der 1,6 Liter große Ottomotor ohne Turboaufladung packt die Hürden und erreicht die Abgasnorm Euro 6d-Temp. Kombiniert mit einem manuellen Fünfgang-Schaltgetriebe benötigt der Japaner durchschnittlich 7,3 Liter Benzin pro 100 Kilometern. Dieser Werkswert erwies sich als realistisch und wurde bei Testfahrten nicht übertroffen.

Der Juke ist zwar kein Kurvenräuber, doch er lässt sich relativ sportlich fahren. Die Lenkung wie auch die Bremsen arbeiten tadellos. Der Nissan Juke 1.6 Tekna kostet 22 890 Euro. Zu dieser Ausstattungsvariante zählen neben der Bose-Musikanlage auch ein Monitor mit 360 Grad Rundumsicht, beheizbare Ledersitze, der Totwinkel- sowie der Spurhalte-Assistent. Der Grundpreis für den Juke Visia liegt bei 16 490 Euro. Das Modell wird auch mit einem 110 PS starken Diesel für 18 990 Euro angeboten, der die Abgasnorm 6c erfüllt.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/auto

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