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Wiedervereinigung Noch immer Ungleichheit

Der Osten hat das Nachsehen

Archivartikel

Neudietendorf.Nach Ansicht des thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow sind die ostdeutschen Länder auch fast 30 Jahre nach dem Mauerfall immer noch benachteiligt. „Es gibt noch erhebliche Unterschiede zwischen Ost und West“, sagte der Linken-Politiker im thüringischen Neudietendorf. Ramelow wies auf Ungerechtigkeiten bei den Renten hin.

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) wies auf Ungleichgewichte zwischen Ost und West hin. „Es gibt noch Unterschiede bei der Wirtschaftskraft und bei den Löhnen“, sagte sie. Dies sei den Menschen nur noch schwer zu vermitteln, sagte sie und verlangte ein Förderprogramm für strukturschwache Regionen in ganz Deutschland.

Aufholprozess stagniert

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) warnte vor einem massiven Einbruch der EU-Mittel für die Regionen Ostdeutschlands.

Nach Einschätzung des stellvertretenden FDP-Fraktionschefs im Bundestag, Frank Sitta, ist der wirtschaftliche Aufholprozess in den ostdeutschen Bundesländern weitgehend zum Erliegen gekommen. Sein Bundesland Sachsen-Anhalt falle seit Jahren zurück, sagte er. dpa