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Im Test Der Kia ProCeed setzt in der GT-Version optisch eigene Akzente / 204 PS treiben den Shooting-Brake an

Der Schöne unter den Kombis

frankfurt.„Der hat ja einen Hintern wie der Porsche Panamera Sport Turismo.“ Recht hat der kundige Betrachter. Das Heck des neuen Kia ProCeed weist eindeutige Ähnlichkeiten mit dem des sportlichen Kombis aus Zuffenhausen aus. Beide Modelle sehen mit ihren sexy Shooting-Brake-Kleidern höchst attraktiv aus. Unterschiede gibt es zwischen den beiden Lifestyle-Lastern aber dennoch mehr als genug. Was nicht verwunderlich ist, treten die Fahrzeuge doch in unterschiedlichen Segmenten an. Das macht sich dann auch beim Preis bemerkbar. Der Kia ProCeed ist ab 27 690 Euro zu haben. Für den Porsche Panamera Sport Turismo müssen mindestens 100 609 Euro locker gemacht werden.

Aufwertung der Baureihe

Hier soll der Vergleich enden. Denn den Zuffenhausener haben wir auf dieser Seite jüngst vorgestellt. Wenden wir uns also dem Koreaner zu, dem wir die Auszeichnung schönster Kombi in seinem Segment verleihen wollen. Er wertet die ohnehin nicht unflotte Ceed-Baureihe um Extravaganz auf. Zu dieser Familie zählen mit dem Ceed, dem Ceed GT, dem Ceed Sportswagon und dem frischen XCeed, der am 21. September zu den Händlern kommt, mit dem ProCeed insgesamt fünf Vertreter. Letzterer gilt als das Top-Modell der Ceed-Familie.

Der kompakte Shooting Brake wird wie alle Ceed-Modelle in der Slowakei produziert. Er ist im Vergleich zum Kombi Sportwagon dynamischer, verliert aber durch die abgesenkte Dachlinie etwas an Platz. Im Kofferraum macht sich das durch knapp 30 Liter bemerkbar macht. Durchaus verschmerzbar, hat man den schnittigen ProCeed in sein Herz geschlossen. Andererseits wird der ProCeed ausschließlich in den gehobenen und leistungsstarken Ausführungen GT Line und GT angeboten, was eine höhere Investition zur Folge hat. So liegt der Einstiegspreis des Sportwagon um rund 10 000 Euro unter dem des ProCeed.

Als GT-Version setzt dieser in der Optik eigene Akzente. Das reicht vom GT-Logo am Kühlergrill über verschiedene rote Zierelemente bis zum Heckdiffusor und zur Klappenauspuffanlage. Im Innenraum sorgen das Lederlenkrad, Sport-Sitze, Aluminium-Pedale und der schwarze Dachhimmel für ein sportliches Ambiente. Das Interieur punktet mit hochwertigen Materialien und guter Verarbeitung. Die dreigeteilte Rückbank lässt sich per Fernentriegelung umklappen, so dass das Ladevolumen von 594 auf 1545 Liter steigt.

Für den ProCeed GT Line stehen wahlweise ein Benziner mit 140 oder ein Diesel mit 136 PS zur Verfügung. Der GT wird von einem 1,6-Liter-Turbobenziner angetrieben. Seine 204 PS schieben ihn in 7,5 Sekunden auf die 100-Kilometer-Marke bis auf eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h. Das Fahrwerk ist relativ straff ausgelegt, ohne aber Alltagskomfort vermissen zu lassen. Zum besonderen Fahrerlebnis trägt auch das unaufgeregt und präzise arbeitende Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) bei. Der Kia ProCeed GT kostet mit DCT 33 190 Euro. Die Serienausstattung ist umfangreich und umfasst neben anderem einen Stauassistenten, ein Parksystem, eine elektrische Heckklappe, eine induktive Smartphone-Ladestation oder eine beheizbare Frontscheibe.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/auto