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Im Test VW hat mit dem kleinen T-Cross sein Angebot im wachsenden Segment um einen agilen Geländewagen erweitert

Der SUV-Bruder des Polo

Archivartikel

Wolfsburg.Die SUV-Familie von Volkswagen ist gewachsen. Dabei darf man den Begriff des Wachstums nicht unbedingt für bare Münze nehmen. Denn zu den Sport Utility Vehicle, auch Stadtgeländewagen, gesellte sich ein sehr kompakter Vertreter des weiterhin boomenden Segments. Der neue T-Cross ist quasi der Crossover-Bruder des Polo. Er reiht sich hinter dem Touareg, dem Tiguan und dem T-Roc ganz unten ein. Der anhaltende Trend zu kleinen SUVs spielte bei der Entscheidung für den neuen Wolfsburger mit Sicherheit eine entscheidende Rolle.

Das Crossover-Modell übertrifft mit 4,11 Meter den Polo um 54 Millimeter in der Länge und mit 1,56 Meter um 112 Millimeter in der Höhe. Das hat positive Auswirkungen auf die Platzverhältnisse. Im Vergleich zum Polo bietet der Kofferraum des T-Cross 100 Liter mehr Volumen.

Bequemer Zustieg

Auch wenn die Maße sehr kompakt sind, so bietet der T-Cross dennoch einen bequemen Zustieg durch vier große Türen sowie relativ viel Platz im Innenraum. Alle Passagiere haben genug Knie- und Kopffreiheit für ein entspanntes Reisen. Wobei die Hinterbänkler die Kniefreiheit durch die um 14 Zentimeter verschiebbare Rückbank variieren können. Je nach Wunsch lassen sich der Fußraum oder das Gepäckvolumen vergrößern. So fasst das Fach zwischen 385 und 455 Liter. Nach Umlegen der Rücksitzlehnen wächst der ebene Kofferraum auf 1281 Liter. Mit einer umklappbaren Beifahrersitzlehne wird der T-Cross für den Einkauf von längeren Gegenständen gerüstet.

Der Innenraum wirkt insgesamt recht solide. Für Kleinkram gibt es zahlreiche Fächer. In die großen Türtaschen passen sogar 1,5-Liter-Wasserflaschen. Das Infotainmentsystem wird per Touchscreen bedient. Die verschiedenen Materialien sind bestens verarbeitet. Der kleine Wolfsburger hat Assistenzsysteme wie ein Großer. Die Technik reduziert die Gefahr einer Kollision und erhöht den Fahrkomfort. Da gibt es das Umfeldbeobachtungssystem samt Fußgängererkennung und City-Notbremsfunktion, den Spurhalte-, den Berganfahr-, den Spurwechsel- oder Ausparkassistenten. Die Müdigkeit des Fahrers wird erkannt, der Abstand automatisch geregelt und das Fernlicht schaltet selbsttätig an und wieder aus.

Der T-Cross wird wahlweise von vier Turbomotoren angetrieben. Drei Benziner (95, 115 und 150 PS) sowie ein Diesel (95 PS) sind im Angebot. Der gefahrene Dreizylinder-Benziner 1.0 TSI leistet 115 PS. Den Spurt auf die 100 km/h schafft er in 9,9 Sekunden bis auf eine Höchstgeschwindigkeit von 193 km/h. Das reicht für ein zügiges Vorankommen. Herrlich agil lässt sich das kleine SUV steuern. Die Sechsgang-Schaltung, die Lenkung und Bremsen arbeiten präzise. Das Fahrwerk ist relativ straff gefedert ohne aber den nötigen Komfort missen zu lassen. Die Fahrwerkseinstellung vermeidet Wankbewegungen.

Der 1.0-Liter-Benziner verbraucht laut Werk durchschnittlich 5,1 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer. Wir waren bei den Testfahrten nah dran an diesem Wert und lagen nur 0,5 Liter pro 100 Kilometer drüber. Der VW T-Cross 1.0 TSI (115 PS) kostet mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe in der höchsten Ausstattungsstufe Style 24 550 Euro. Die Preisliste startet bei 18 695 Euro.

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