Seite 1 - MM

Die Gefahr von Unfällen minimieren

Archivartikel

Sicherheit: Jährlich erleiden 2,8 Millionen Menschen zu Hause einen Unfall / Dem kann vorgebeugt werden

Derzeit beherrscht die Corona-Krise unser aller Leben. Von ihr ist jeder betroffen. Insbesondere gilt es jetzt, auf die älteren Menschen zu achten, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs deutlich höher ist. Viele verlassen die Wohnung deshalb fast gar nicht mehr. Dabei lauern auch zu Hause einige Gefahren.

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Jährlich erleiden 2,8 Millionen Bundesbürger laut Zahlen des Robert- Koch-Instituts einen Unfall im eigenen Haushalt. Ein Grund dafür dürfte sein, dass die Gefahren im vertrauten Umfeld häufig unterschätzt werden. Dabei genügt ein Fehltritt auf der Treppe oder ein rutschiger Bodenbelag, um sich gravierende Verletzungen zuzuziehen.

Erhöhte Rutschgefahr

Laut der Aktion „Das sichere Haus“ sind Menschen über 65 überdurchschnittlich oft betroffen. Für ein sicheres und selbstständiges Leben im Ruhestand sollte man daher vorsorgen: mit einer barrierearmen Ausstattung und trittsicheren Materialien im sowie rund ums Haus oder die Wohnung. Allzu glatte Fliesen, ausgetretene oder wacklige Stufen: Unfallgefahren, die man zuvor gar nicht als solche gesehen hat, lauern im eigenen Haushalt an vielen Stellen. Im kommenden Sommer ist immerhin die Gefahr außerhalb der eigenen vier Wände deutlich geringer als im Herbst oder Winter. In der nasskalten Jahreszeit ist das Risiko nämlich insbesondere für ältere Menschen nochmals größer, am Eingang, auf dem Weg zum Keller oder im Garten zu stürzen.

Die feuchte Witterung, dazu Laub und Schmutz oder später Eis und Schnee verwandeln manche Treppen oder Wege in spiegelglatte Rutschbahnen. Umso wichtiger ist es gerade im Seniorenhaushalt, diese Bereiche stets sauber zu halten. Das Benutzen des Handlaufs an der Treppe sollte ebenso selbstverständlich sein wie das Tragen von festem Schuhwerk mit einer rutschhemmenden Sohle.

Und wenn Gehwegplatten oder Treppenstufen eine zu glatte Oberfläche aufweisen, kann man derartige Gefahrenbereiche mit einer Antirutschbehandlung entschärfen. Diese steigert die Rutschsicherheit von Keramik- oder Natursteinfliesen um bis zu 300 Prozent. Das biologisch abbaubare Mittel wird auf die gesäuberte Fläche aufgetragen. Anschließend muss es 30 Minuten einwirken: Schon sind Sturzgefahren reduziert – und das ohne optische Veränderungen der Oberfläche, auf die es zuvor aufgetragen wurde.

Was für die Wege im Außenbereich gilt, trifft auf das Innere des Eigenheims ebenso zu. Steile Treppen mit glatten Stufen oder rutschige Fliesen in Küche, Flur und Bad führen häufig zu schmerzhaften Stürzen.

Das Antirutschmittel lässt sich hier ebenfalls auf verschiedensten Oberflächen verwenden. Eine gute Idee ist es, bei einer Modernisierung gleichzeitig an ein zukünftig sicheres Zuhause zu denken.

Wer das Bad verschönert und seniorengerecht ohne Barrieren gestaltet, kann noch vor dem Verlegen die neuen Fliesen rutschsicher machen. zg