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Weinheim Erste Führung im neuen Jahr am 11. Januar

Die Stadt im Fackelschein erleben

Archivartikel

Die Fackelführungen in Weinheim sind inzwischen ein Klassiker und erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit, denn es ist schon etwas Besonderes, Weinheims Geschichte im Fackelschein zu erleben, schreibt die Stadt in einem Pressebericht. Stadtführer Franz Piva beginnt das neue Jahr mit der ersten Führung 2020 am Samstag, 11. Januar, um 18 Uhr. Treffpunkt ist am Marktplatzbrunnen.

Bei der Stadtführung erinnert Piva an die Gründung der Neustadt (die heute Altstadt genannt wird), die 1264 „im Streit geboren“ wurde, sowie an das ereignisreiche 17. Jahrhundert, das mit seinen Kriegen die Bevölkerung der Kurpfalz in große Not und Elend stürzte. Die Mauern des Schlosses erzählen noch heute von der Zeit, als hier Kurfürsten residierten. Es gibt amouröse Geschichten bekannter Frauen, die im Schloss wohnten, und von den Besitzern, die nach den Kurfürsten kamen. 1698 war Weinheim kurzzeitig „Kurpfälzische Hauptstadt“ und Universitätsstadt.

Synagoge und Gerberviertel

Die Teilnehmer erfahren im schemenhaften Licht der beleuchteten Burgen die spannende Historie der Windeck und erfahren Antworten auf Fragen wie diese: Aus welchem Grund wurde die Windeck kurz nach ihrer Erbauung 1109 bereits 1114 wieder „geschleift“.

Über eine weitere Station, den Hutplatz, mit der letzten vom Gebäude noch erhaltenen Synagoge, ist auch dieser jüdische Teil Weinheims ein Thema, bevor die Tour in die engen Gassen des ehemaligen Gerberviertels führt und Franz Piva aus dem Leben im Mittelalter berichtet. Kuriose und amüsante Geschichten machen diese Fackelführung zu einem kurzweiligen Erlebnis, schreibt die Stadt.

Die Führung geht etwa anderthalb Stunden und kostet 6 Euro pro Person. Voranmeldung bei der Tourist-Info unter der Telefonnummer 06201/8 26 10, E-Mail: tourismus@weinheim.de. wn