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FV Brühl II Trainer Michael Eisenhauer bringt sieben Akteure vom SV Altlußheim mit

Die Topteams ärgern

Archivartikel

Michael Eisenhauer ist ein Mann für die speziellen Fußball-Aufgaben. Sich in ein gemachtes Nest zu setzen, ist nicht sein Ding. Anspruchsvoll, entwicklungsfähig und ein Zustand, bei dem andere bereits abwinken – das ist die Stellenbeschreibung, die für den neuen Trainer des FV Brühl II scheinbar zugeschnitten ist.

„Es ist für mich der Reiz, das zu machen, was andere nicht machen“, sagt Eisenhauer, der vor einigen Jahren das schwere Amt beim SV Altlußheim angetreten hatte und den Club von einem Abstiegsplatz in den sicheren Hafen geführt hat. Und so schien es Zeit für eine neue Herausforderung für den erfahrenen Fußballtrainer. „Ich bin beim Fußball im Kreis immer auf dem Laufenden. Als mich der FV Brühl dann gefragt hat, konnte ich mir das gut vorstellen“, berichtet Eisenhauer.

Ernsthaft voranbringen

Über die letzten Jahre schien das Geschehen beim FV Brühl II festgefahren zu sein, in der vergangenen Spielzeit kam gar eine Spielabsage wegen Nichtantretens hinzu. „Der Verein hat dann jemand gesucht, der das Thema zweite Mannschaft ernsthaft betreibt und voranbringt“, findet sich Eisenhauer im Anforderungsprofil wieder. Mit im Gepäck hatte er sieben Akteure, die vom SV Altlußheim nach Brühl gewechselt sind. Einige von ihnen, wie der landesligaerfahrene Canay Keklik, sind Rückkehrer beim FV. „Durch den Altlußheimer Block war die Integration der insgesamt 13 Neuzugänge leichter. Einige haben eine Brühler Vergangenheit und sind somit ein Bindeglied“, so Eisenhauer. Den Rest für ein homogenes und ehrgeiziges Gefüge erledigte der 48-Jährige bei einem dreitägigen Trainingslager in Erbach, dass die Mannschaft mit 17 Spielern bezog. Darüber hinaus sank die Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung nicht einmal unter diesen Wert – beachtlich für eine zweite Mannschaft.

Einstelliger Tabellenplatz?

Wo die Reise hingeht, da will sich Michael Eisenhauer noch nicht festlegen. Gerne stapelt er allerdings noch tief, wenngleich der Kader dem Anspruch eines Geheimfavoriten durchaus genügen würde. „Ein einstelliger Tabellenplatz wäre gut“, sagt er, zwinkert aber auch bei einem leisen Nachsatz: „Wir wollen die Topteams aber schon ein bisschen ärgern.“ wy