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TSG Eintracht Plankstadt Mit einigen Neuzugängen wird der Klassenerhalt angestrebt

Die verlorenen Söhne sind zurückgekehrt

Archivartikel

Eine Frage stellt sich für Ali Hanbas von der TSG Eintracht Plankstadt nicht. Und zwar jene, ob es für die junge Mannschaft möglicherweise sogar besser gewesen wäre, den Gang in die A-Klasse anzutreten. Nur dank des Corona-bedingten Saisonabbruchs hat das Team von Trainer Heinz Beneke die Klasse gehalten.

Doch der spielende Co-Trainer Hanbas kann dem unverhofften Klassenerhalt einige positive Aspekte abgewinnen: „Wir waren in vielen Spielen auf Augenhöhe und haben wegen unserer Naivität Punkte liegenlassen. Die Aussage, dass es für die Mannschaft sinnvoll gewesen wäre, sich in der A-Klasse heranzutasten, ist rein spekulativ. Der Mensch sollte sich immer neuen Herausforderungen stellen, deshalb bin ich der Meinung, dass die Kreisliga aktuell die Liga ist, in die die TSG Eintracht Plankstadt gehört. Dass unsere Spieler in der Kreisliga mithalten können, haben sie oft genug unter Beweis gestellt.“

In puncto Erfahrung nachgelegt

Die fehlende Erfahrung war ein weiterer Punkt, weshalb der eine oder andere Zähler auf das Konto des Gegners wanderte. Hier haben die Verantwortlichen nachgelegt. Nachdem im Vorjahr viele Akteure den Plankstadtern den Rücken kehrten, kommen nun einige verlorene Söhne wieder zurück – darunter gestandene Spieler wie Manuel Tropf, Marc Riedel oder Sebastian Mertens.

Hanbas sagt: „Auch wenn der Club noch Zeit braucht, um sich zu regenerieren, werden realistische Ziele für die Zukunft gesteckt und die Struktur im Verein gefestigt. In der Abstiegssaison hatten wir viele gute Spieler in unseren Reihen, die sich aber nicht mit dem Verein identifizieren konnten. Die neue TSG Eintracht Plankstadt zeichnet sich dadurch aus, dass sich nahezu alle Spieler mit dem Verein identifizieren, auf dem Platz vollen Einsatz zeigen und sich auch außerhalb des Platzes engagieren.“

Es gibt aber auch noch zwei Baustellen: Torhüter Yannick Sander hat sich verletzt und wird aus persönlichen Gründen fehlen. Außerdem sagte ein Stürmer kurzfristig wieder ab. „Eine echte Nummer 9 würde uns guttun“, meint auch Hanbas, der sich bei der Formulierung des Saisonziels schwertut: „Nach der langen Pause ist es schwierig, einzuschätzen, wo wir stehen. Wir wissen auch nicht, wie die anderen Vereine in der Pause gearbeitet haben, aber wir wollen so schnell wie möglich Punkte holen, um uns so wenig wie möglich mit dem Abstiegskampf beschäftigen zu müssen.“ Das klingt dann doch nach einem Saisonziel, und zwar: Klassenerhalt.