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Stieg Larsson Medien berichten über Verhandlungen

Doch eine Fortsetzung der Reihe?

Archivartikel

Ist für Freunde des Schwedenkrimis vielleicht doch noch nicht aller Tage Abend? Ist die erfolgreiche Millennium-Buchreihe doch noch nicht zu Ende? Schwedischen Medienberichten zufolge geht die Familie des vor 15 Jahren verstorbenen Schriftstellers Stieg Larsson neue Wege, um möglicherweise weitere Nachfolgeromane aus der Serie zu veröffentlichen. Die Firma Moggliden, über die Larssons Bruder Joachim und Vater Erland die Rechte halten, habe sich entschlossen, die Zusammenarbeit mit dem schwedische Originalverlag Norstedts zu beenden, berichtete die schwedische Zeitung „Dagens Nyheter“. Stattdessen soll die Familie mit mehreren Verlagen über eine mögliche neue Kooperation sprechen.

„Dagens Nyheter“ zitierte die Norstedts-Verlagschefin Eva Gedin mit den Worten, die Rechteinhaber wollten mit einem anderen Anbieter auf dem schwedischen Buchmarkt einen Verlag gründen, über den dann mögliche neue Millennium-Bücher herausgebracht werden könnten. Demnach hält Norstedts aber weiterhin die Rechte an den sechs bisherigen Romanen. Die Zeitung „Expressen“ hatte zuvor berichtet, die Familie stehe mit mehreren Verlagen wegen einer Zusammenarbeit in Kontakt.

100 Millionen Exemplare weltweit

Die Millennium-Serie zählt zu den erfolgreichsten Buchreihen Skandinaviens. Insgesamt wurden weltweit rund 100 Millionen Exemplare von Larssons drei Original-Fassungen sowie den drei Nachfolgern von David Lagercrantz verkauft. Zuletzt war der neue Band „Vernichtung“ in den Handel gekommen (siehe nebenstehende Besprechung).

Nach Angaben von David Lagercrantz sollte es eigentlich das abschließende Werk der Reihe sein. Er hatte im Dezember offiziell verkündet, definitiv keine weitere Fortsetzung der Reihe mehr schreiben zu wollen. 

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