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Im Test Mercedes-Benz hat in der neuen A-Klasse viel Spitzentechnologie verbaut / Vierte Generation auch mit mehr Platz für Passagiere und Gepäck

Edles Interieur und moderne Systeme

stuttgart.Die A-Klasse von Mercedes-Benz bleibt nach ihrer jüngsten Überarbeitung jung und dynamisch. Das war ja nicht von Beginn an so. Erinnern wir uns. Im Jahre 1997 kam das Modell als Mini-Van auf den Markt. Die Neupositionierung von Mercedes ab 2011 beim Segment der Kompaktklasse hatte große Auswirkungen auf die A-Klasse. Das Sandwichboden-Konzept gehörte der Vergangenheit an. Die dritte Generation, die im Jahre 2012 eingeführt wurde, präsentierte sich als schickes, sportliches Modell.

Die vierte Generation hat daran angeknüpft. Ein paar Falten wurden ausgebügelt, so dass das Fahrzeug gestreckter wirkt. Gegenüber dem Vorgänger fällt die Motorhaube stärker nach vorne ab und die Radhäuser sind größer. Die Platzverhältnisse im Innenraum legten zu. Nun haben auch Erwachsene in der zweiten Reihe genug Freiheiten für ein entspanntes Reisen. Auch der Kofferraum registriert ein gewachsenes Volumen um 29 auf jetzt 370 Liter. Nach Umlegen der Rückbank steigt dieser Wert auf 1210 Liter.

Im attraktiven Cockpit versteckt sich eine Menge Hightech. Hochmoderne Systeme wie beispielsweise das Multimediasystem MBUX (Mercedes-Benz User Experience – das Nutzerlebnis) sind erstmals in einem Mercedes verbaut. Das System stellt sich auf den Nutzer ein. So kann die Sprachsteuerung dann auch umgangssprachlich formulierte Wünsche erfüllen, sei es auch nur die Klimaanlage zu steuern oder ein Restaurant zu finden. Siri und Alexa standen Pate.

Zu MBUX zählt auch die Augmented-Reality-Technologie (erweiterte Realität). Die Navigationsdarstellung erfährt hierbei zu realen Bildern Pfeile oder Hausnummern, die auf Ausfahrten oder Adressen hinweisen. Zu diesem System zählen die Bedienmöglichkeiten per Touchscreen am Zentralbildschirm, per Touchpad in der Mittelkonsole und per Knöpfe am Lenkrad.

Brillante Grafik

Alle Informationen werden in einer brillanten Grafik präsentiert oder über das Head-up-Display auf die Scheibe projiziert. Darüber hinaus verfügt die neue A-Klasse über die aktuellsten Fahrassistenz-Systeme, wobei einige aus der S-Klasse stammen. Da fährt die A-Klasse erstmals teilweise automatisch oder ein Kamera- und Radarsystem schaut bis zu 500 Meter voraus. Systeme greifen ebenso ein, um vor Kurven oder Kreuzungen die Geschwindigkeit anzupassen. Die neue A-Klasse kann also auch innovativ.

Sie kann ebenso fahraktiv. Denn sie ist von sportlichem Charakter. In Kurven fühlt sich die A-Klasse wohl. Die Lenkung ist direkt, die Bremsen sorgen für optimale Verzögerung. Wer die Gangart etwas schärfer liebt, der wählt den Sport-Modus. Die A-Klasse Kompaktlimousine wird wahlweise von Benzinern zwischen 109 und 306 PS und Dieselaggregaten zwischen 95 und 190 PS angetrieben. Der gefahrene A 200 leistet 163 PS. Er hat in 8,2 Sekunden die 100-km/h-Marke geknackt. Seine Höchstgeschwindigkeit ist bei 225 km/h erreicht. Der Motor setzt schon die kleinste Bewegung in Vortrieb um. Der ungestüme Tritt aufs Gaspedal bewirkt, dass der Stuttgarter sehr flott aus den Startlöchern kommt. Der A 200 kostet mindestens 30 755 Euro. Der Einstiegspreis kommt auf 26 554 Euro.

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