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Ein Eigenheim befördert das Glück

Archivartikel

Altbau oder Neubau: Hausbesitzer sind laut einer aktuellen Umfrage deutlich zufriedener und optimistischer

Ist der Kauf eines Eigenheims eine Kopf- oder eine Bauchentscheidung? Im besten Fall beides. Schließlich sind bei einem geplanten Immobilienerwerb zahlreiche finanzielle Überlegungen anzustellen. Gleichzeitig stehen aber auch emotionale Aspekte im Vordergrund – das eigene Zuhause vermittelt ein Gefühl der Sicherheit. Tatsächlich sind Eigenheimbesitzer zufriedener mit ihrer finanziellen Situation als Mieter. Das hat eine deutschlandweite Umfrage ergeben. Und da muss es gar nicht unbedingt ein Neubau sein. Die Tatsache, dass man sich in ein altes Haus verliebt hat und es mit eigener Hände Arbeit und dem Rat von Experten modernisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht hat, kann sich da sogar verstärkend auf das Glücksgefühl auswirken.

Auch beim Blick in die Zukunft wirkt sich der tatsächliche und selbst ein geplanter Immobilienbesitz positiv aus, so die Studie im Auftrag von Dr. Klein. Während 64 Prozent der Käufer und Kaufinteressenten davon ausgehen, dass sich ihre finanzielle Lage verbessert, sind es bei der mietenden Bevölkerung nur 38 Prozent. Gilt die Devise „Kaufen statt Mieten“ auch in der aktuellen Krisensituation? Oder werden die Immobilienpreise eher sinken?

Auch Experten können derzeit lediglich vermuten, wohin die Reise am Immobilienmarkt in den nächsten Monaten gehen wird. Fest steht nur: Gewohnt wird immer. „Der Bedarf an Wohnraum wird auch durch die Corona-Krise nicht abnehmen“, sagt Gereon Reglinski, Spezialist für Baufinanzierung. Die anhaltende Nachfrage nach Wohnimmobilien werde auch weiterhin die Preise für Kauf- und Mietobjekte bestimmen. Es sei möglich, dass der Markt keine so rasante Steigerung mehr hinlege wie in den vergangenen Monaten. Aber mit einem Preisverfall rechnet er nicht: „Nicht nur in Ballungsräumen bleibt die Nachfrage größer als das Angebot. Wohnraum ist auch im Umland weiter sehr begehrt.“

Bauzinsen sprechen für Kauf

Gerade beim Vermögensaufbau spricht vieles für den Eigentumserwerb. „Die Bauzinsen dürften auch weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau bleiben“, ist Gereon Reglinski überzeugt. Daher sei das Geld gut angelegt. Gerade als Bestandteil einer durchdachten Altersvorsorge spielen Immobilien unverändert eine wichtige Rolle. Wer bis zum Eintritt in den Ruhestand das Eigenheim oder die Wohnung abbezahlt hat, wohnt später mietfrei. Zumal die Alternativen, Geld anzusparen, zurzeit rar gesät sind: Niedrige Zinsen dämpfen die Renditen, und an der Börse geht es turbulent zu. djd