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Literatur Ray Celestins „Todesblues in Chicago“

Ein Krimi voller Jazz

Archivartikel

Eine spannende Mischung aus Krimi, Zeitkolorit und Musik bietet Ray Celestin in seinem Roman „Todesblues in Chicago“. Der Krimi spielt im Jahr 1929, als innerhalb kurzer Zeit mehrere Handlungsstränge in Gang gesetzt werden.

Ein Gangster wird ermordet und verstümmelt aufgefunden, mehrere Kommunalpolitiker werden vergiftet, und eine reiche Erbin verschwindet. Der legendäre Gangsterboss Al Capone fürchtet, in einen Bandenkrieg hineingezogen zu werden. Und die Mutter des Mädchens engagiert zwei Detektive, die Celestin schon in seinem Debüt „Höllenjazz in New Orleans“ als Hauptfiguren eingesetzt hatte. Die beiden Detektive bringen nicht nur das Thema Rassismus in Celestins Roman ein, sondern auch die Musik. Einer ihrer Freunde ist der berühmte Trompeten-Ikone Louis Armstrong, dessen Karriere im Jazz ein Schlaglicht auf die Gesellschaft und ihre vielen Facetten wirft.

Ray Celestin hat in seinem neuen Roman ein vielschichtiges Bild Chicagos gezeichnet als Schauplatz packender Geschichten, bevölkert von glaubhaften Charakteren und durchzogen von mitreißendem Jazz. dpa