Seite 1 - MM

Weinheim Verwaltung prüft Gastrokonzepte für die Terrasse des Schlossparkrestaurants / Grillrestaurant am Marktplatz

Ende der Durststrecke in Sicht

Ein Feierabend-Schörlchen im Schlosspark – davon, so dachte man als Weinheimer bislang, könne man in diesem Jahr nur träumen. Denn das Schlossparkrestaurant wird wie berichtet nicht sofort wieder verpachtet. Zunächst will die Verwaltung erst die Schlossfassade restaurieren. Doch da hat das Rathaus die Rechnung ohne Weinheims Gastroprofis gemacht. Wie die Redaktion erfahren hat, liegen der Verwaltung derzeit mehrere Ideen von Gastronomen vor, die eine Bewirtschaftung zumindest im Außenbereich vorsehen. „Es gibt mehrere Konzepte und wir prüfen derzeit, was am besten zur Location passt“, bestätigt Weinheims Pressesprecher Roland Kern auf Nachfrage unserer Zeitung.

Ein Konzept stammt von Kay Gottuck, der seinen Wein-Container „Wineflight“ auf der Terrasse platzieren will. Am Vatertag würde er loslegen und dann – zunächst einen Monat probeweise – an den Wochenenden unter anderem regionale sowie internationale Weine und Snacks anbieten. Fix ist hingegen ein paar Hundert Meter weiter, welches neue Lokal am Marktplatz entsteht: Im Goldenen Adler soll spätestens am 1. Juli ein modernes Grillrestaurant eröffnen. Dahinter stecken Dirk Plechinger und Thomas Reese, die seit 2013 erfolgreich zwei Restaurants mit dem Namen „Bratar“ im Herzen von Karlsruhe betreiben. „Wir wollten dem Goldenen Adler aber nicht einfach unser Bratar-Konzept aus Karlsruhe überstülpen, sondern den Weinheimern ihren Goldenen Adler als gemütliches Wohnzimmer zurückgeben“, sagt Plechinger, der aus Heppenheim stammt und den Adler noch aus seiner Jugend kennt.

Auf der Karte werden dann Steaks und individuelle Burger stehen, sowie „alles, was man grillen kann“, sagt Plechinger, der sein Fleisch aus nachhaltiger Landwirtschaft bezieht.

Bis Februar hatten im Goldenen Adler noch Doris und Andreas Forsthuber das „Café Wien“ betrieben. Inzwischen haben sie ihr Lokal im Eichelberger Hof in Unter-Flockenbach wiedereröffnet.

Aber was wäre eine Gastroszene ohne Veränderungen: In der Finkenburg und im Ratskeller gibt es ebenfalls einen Pächterwechsel. Nach einer kleinen Pause ist Reza Khabbaz Sabet wieder als Pächter der Finkenburg zurück. Nur einen Steinwurf davon entfernt, im „Ratskeller“, hat der Österreicher Wolfgang Grinberger übernommen, der auch das nahe gelegene Hotel „Ottheinrich“ betreibt.

Kurz vor der Wiedereröffnung ist nach Auskunft von Wesbau Consulting das „Da Peppino“ im oberen Bereich der Karlsbergpassage. Die Sanierung des Lokals im Zuge des Umbaus der Karlsbergpassage zum Karlsberg-Carré ist abgeschlossen, sagt Mario Ningel von Wesbau. Derzeit laufen noch die Feinarbeiten durch den Pächter. vmr