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Erster Coronafall in Plankstadt - Polizei kontrolliert verstärkt

Archivartikel

Plankstadt/Region..In Plankstadt gibt es einen ersten bestätigten Fall eines positiv auf Corona getesteten Bürgers. Das schreibt Bürgermeister Nils Drescher auf der Internetseite der Gemeinde. Dort heißt es weiter: "Diese Person befindet sich in häuslicher Quarantäne. Es geht daher jetzt und in den kommenden Wochen darum, alle getroffenen Regeln des Landes strikt einzuhalten. Polizei und Ortspolizeibehörde und auch ich selbst kontrollieren bereits seit zwei Tagen in Plankstadt stetig die strikte Einhaltung der Regeln. Zuwiderhandlungen werden von uns konsequent verfolgt."

Das öffentliche Leben ist - wie in allen Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises - weitgehend eingestellt. Es gilt, Sozialkontakte zu meiden, zwei Meter Abstand zu anderen Menschen zu halten und am besten im häuslichen Umfeld zu bleiben. Das Verweilen auf öffentlichen Plätzen und Straßen ist für Gruppen von mehr als drei Personen untersagt.

Versammlungen, öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen, Ansammlungen oder sonstige Zusammenkünfte von mehr als fünf Personen sind verboten. Hiervon ausgenommen sind nur Ansammlungen und Zusammenkünfte von Familien beziehungsweise Personen, die aus geschäftlichen oder dienstlichen Gründen unmittelbar zusammenarbeiten müssen. Für Beerdigungen und Trauungen gelten besondere Regelungen, die bei den jeweiligen Standesämtern und Pfarreien erfragt werden können.  

Verstöße geahndet

Wie durch das Polizeipräsidium Mannheim angekündigt, wurde die sichtbare Polizeipräsenz seit Freitag stark erhöht, um die Allgemeinverfügungen der Städte und Gemeinden ab sofort konsequent durchzusetzen. Verstöße und Straftaten gegen das Infektionsschutzgesetz wurden konsequent geahndet, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Und auch in der Nacht von Freitag auf Samstag gab es zahlreiche Unbelehrbare und sich der Folgen nicht bewusste Menschenansammlungen, überwiegend von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich nicht um das Wohl der Allgemeinheit scherten und sich auch noch teilweise uneinsichtig zeigten. Feierende an Tankstellen und Skaterparks, auf Parkplätzen und Parkanlagen, an Sportanlagen und -hallen sowie an Waldparkplätzen, überall wurden kleine und größere Gruppen bis zu 15 Personen angetroffen. Dabei wurden Alkohol und Drogen konsumiert und in vielen Fällen dazu auch Musik abgespielt. Das Polizeipräsidium Mannheim registrierte insgesamt ein Dutzend solcher Partys, dabei wurden insgesamt 77 Personen angetroffen. Gegen die Teilnehmer werden Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet. Ein weiterer Schwerpunkt bildete die Einhaltung der Schließung von Gaststätten und Geschäften. Insgesamt wurden bei Kontrollen zehn Gaststättenbetreiber angetroffen, die in und außerhalb des Betriebes Gäste an Tischen und Bänken bewirteten. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass ein Blumenladen und ein Elektrogeschäft ihre Türen geöffnet hatten und Waren verkauften. Im Rahmen der Präsenzstreife mussten auch zahlreiche Kinder und Jugendliche, die auf eigentlich geschlossenen Spielplätzen angetroffen wurden, auf die derzeit geltenden Regeln hingewiesen werden, sie wurden in die Obhut der ebenfalls informierten Erziehungsberechtigten gegeben. Die erhöhten  Präsenzmaßnahmen des Polizeipräsidiums Mannheim werden auch in den nächsten Tagen umgesetzt, heißt es. (kaba/grö/pol)