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FV 1918 Brühl Elf zum Teil namhafte Neuzugänge sollen mehr Qualität in den Kader bringen / Größerer Trainerstab

Erstes Tabellendrittel im Blick

Archivartikel

Noch einmal so eine verkorkste Runde wie im vergangenen Jahr, will der Fußball-Landesligist FV Brühl seinen Anhängern nicht mehr zumuten und hat sich dementsprechend mit einigen Verbands- und Oberligaspielern verstärkt. Elf Neuzugänge, die es in sich haben, sollen wieder mehr Schwung auf den „Schrankenbuckel“ bringen, der auch noch die gesamte Saison Austragungsort des FVB sein wird, da auf dem neuen Sportpark-Süd momentan noch die sanitären Einrichtungen fehlen und noch fleißig am neuen Standort gebaut wird.

Die zurückliegende Spielzeit – mit dem viertletzten Tabellenplatz am Ende – war nicht nach dem Geschmack des Brühler Trainers Volker Zimmermann. „Wir hatten natürlich andere Ambitionen, aber es war oft der personellen Situation geschuldet, dass das eine und andere Spiel nicht das gewünschte Ergebnis brachte. Wir hatten einen miserablen Start, kamen nie richtig in die Gänge und es fehlte uns auch an der Konstanz“, resümiert Zimmermann und richtet den Blick nun klar nach vorne.

Betrachtet man den neuen Kader der Brühler etwas genauer, dann muss man die Zimmermann-Elf schon zum Favoritenkreis zählen. „Wir haben mit den getätigten Neuverpflichtungen zweifelsohne mehr Qualität in unseren Kader gebracht, das war auch unser Anspruch für die neue Runde“, erklärt der Trainer. Neu verpflichtet wurde Jonas Österreich von Phönix Schifferstadt, der bereits in der A-Jugend-Regionalliga Einsätze hatte.

Mit Offensivspieler Yusuf Demirci, der vom 1. FC Türkspor Mannheim an den „Schrankenbuckel“ wechselt, kommt ein Spieler mit der Empfehlung von neun Tore in 18 Spielen. Auch dem verbandsligaerfahrenen Hasan Tyriak vom 1. FC Wieslochwerden Torjägerqualitäten nachgesagt. Der 19-jährige Mittefeldspieler Benito Granert von SC 03 Weimar studiert in Mannheim und hat bei Rot-Weiß Erfurt die Fußballschule durchlaufen. Jonas Meier-Küster wechselt vom Verbandsligisten VfR Mannheim in die Hufeisengemeinde und wurde vor zwei Jahren mit der TSG 62/09 Weinheim badischer Meister. Abwehrspieler Christian Heinrich kommt vom Verbandsligisten FV Fortuna Heddesheim und genoss eine gute fußballerische Ausbildung bei der SG Sonnenhof Großaspach und der SGV Freiberg.

Mühlbauer noch verletzt

Der wohl namhafteste Neuzugang bei den Brühlern ist der 33-jährige Routinier Christian Mühlbauer, der allerdings noch an seiner Kreuzbandverletzung laboriert und erst in der Rückrunde einsatzbereit sein wird. „Wir haben eine nominell sehr gute Mannschaft beisammen. Ziel sollte es sein, in der Tabelle unter den ersten fünf bis sechs Mannschaften platziert zu sein“, gibt der Gönner des FVB, Frank Hensel, die ersten Wasserstandsmeldungen ab.

Neu bei den Brühlern ist, dass die erste und zweite Mannschaft künftig zusammen trainieren wird. Hiervon verspricht man sich einen größeren Konkurrenzkampf und mehr Zusammenhalt. Das erfordert aber auch einen größeren Trainerstab: Daniel Mingrone, zuletzt Chefcoach der SG ASV/DJK Eppelheim, kommt zum FVB. Die Co-Trainer Gaetano Scalia, Alban Rabl und Dominik Böckli komplettieren das Team um Chefcoach Volker Zimmermann.

Unser Tipp: Beim FVB scheint alles angerichtet für eine erfolgreiche Runde, die gleich mit einem spielfreien Wochenende beginnt.