Seite 1 - MM

Im Test Das Audi A5 Cabriolet überzeugt nicht nur an warmen Tagen, sondern erweist sich als alltagstauglicher und unaufgeregter Begleiter

Fahrspaß auf dem Platz an der Sonne

Mannheim.Der Sommer hat so schöne Seiten. Man ist viel mehr draußen, lässt die muffigen Räume hinter sich und genießt den Blick auf den blauen Horizont. Wohl dem, der dann auch noch in einem Cabriolet fahren darf. Und das zu viert. Ein Vertreter dieser alltagstauglichen Fahrzeuggattung ist der Audi A5. Er verwöhnt mit Fahrspaß, beeindruckender Qualität und dem Platz an der Sonne.

Um an diesen privilegierten Platz zu gelangen, dauert es 15 Sekunden, im Zweifel ist es sogar möglich, dabei bis zu 50 km/h schnell zu sein. Ein kurzer Zug am Verdeckschalter – und der Himmel ist so nahe. Das ist schon eine coole Sache, die Fahrer und Beifahrer sich auch durch den Nackenföhn erwärmen lassen können. Wer zu zweit mit dem serienmäßigen Windschott, das noch ganz klassisch über die Rückbank gespannt wird, unterwegs ist, braucht sich auch um die Frisur keine allzugroßen Sorgen zu machen. Die tiefe Sitzposition, die hohen Scheiben, sie sind der Schutzschirm.

Wer offen fährt, will cruisen, keine Rennen fahren. Das gelingt mit dem A5 trefflich. Das getestete Aggregat arbeitet akustisch extrem unauffällig. Dem gemütlichen Fahrgenuss steht also nichts im Weg. Doch sowohl Fahrwerk als auch Lenkung, die elektromechanisch gesteuert einen einen feinen Kompromiss aus Direktheit, spontanem Ansprechen und gute Rückmeldung vom Straßenbelag liefert, würden einem flotten Fahrstil nicht entgegenstehen. Der A5 könnte dann auch zeigen, dass Sportwagengene in ihm stecken, indem er mit einem hohen Sicherheitspotenzial durch auch einmal wildgenommene Kehren wieselt – trocken, sicher, kompromisslos. Der sparsame Antrieb bildet einen schönen Einklang mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Die Fahrstufen wechselt es unaufgeregt und weich, entgegen des sonst schon manchmal ruckeligen arbeitenden Getriebekonzeptes.

Geräuschloses „Segeln“

Ein Riemen-Starter-Generator und eine zusätzliche Lithium-Ionen-Batterie als Mild-Hybrid-Technologie ermöglichen, dass zusätzlich der Verbrauch reduziert und CO2 eingespart wird. Energie wird beim Abbremsen oder Rollen zurückgeführt, der Verbrenner wird abgeschaltet und der Audi „segelt“ geräuschlos dahin. Das Ergebnis: rund sieben Liter Benzin im Test.

Dass Autofans trefflich und stundenlang über das Aussehen von Fahrzeugen diskutieren können, ist keine Überraschung. Das A5 Cabriolet polarisiert hier keinesfalls. Das Gros findet ihn attraktiv, es wird sich auch nach ihm umgedreht. Vor allem, seit er sich kürzlich einer Frischzellenkur unterziehen musste, und nun markanter daherkommt.

Im Inneren warten auf den Vordersitzen üppige Platzverhältnisse, hochwertige Materialien, die bestens verarbeitet sind, zieren die Armaturen. Da macht Audi nun schon seit Jahren einen sehr guten Job und lässt auch bei den aktuellen Modellen nicht nach. Wer auf die Hinterbank muss, hält es dort auch ganz gut aus. Sicherlich möchte niemand die Langstrecke hier bewältigen, aber zur gemütlichen Cruising-Runde taugt es alle mal. Und so soll es sein.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/auto