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Weinheim Museum eröffnet Ausstellung zu Redensarten

Geschichten von der Kuhhaut

Archivartikel

Das Museum der Stadt Weinheim präsentiert ab 15. Mai eine neue Ausstellung. Aufgrund der gegenwärtigen Versammlungsbeschränkungen fand die Eröffnung bereits „virtuell“ auf der Homepage des Museums statt. In der Ausstellung geht es um ein Stück Sprachgeschichte und zugleich Alltagsgeschichte.

Viele alte deutsche Redensarten gehen auf Praktiken und Gegenstände zurück, die einmal ganz alltäglich waren, die aber heute viele nicht mehr kennen. Sie stammen aus einer Lebenswelt, die bäuerlich und von unterschiedlichen handwerklichen Tätigkeiten und Berufen geprägt war. Alltägliche Begriffe wurden zu Symbolen oder Metaphern. Ein Steckenpferd war nicht mehr nur ein Kinderspielzeug, sondern wurde der Begriff für alle möglichen Zeitvertreibe. Ein Pferd an die Kandare nehmen wurde übertragen auf das harte Anfassen von Menschen.

40 Objekte und Installationen

Diese Geschichte hervorzuholen und anschaulich zu machen, ist die Absicht dieser Präsentation. Gezeigt werden 40 Objekte und Installationen und dazu jeweils eine kurze Erklärung, mit welcher deutschen Redewendung diese Objekte auf welche Weise zu tun haben. Woher zum Beispiel kommt die Redensart, etwas gehe „auf keine Kuhhaut“? Und warum sagt man von einem aufrechten Menschen, er sei „aus echtem Schrot und Korn“?

Die Hälfte der Exponate stammt aus der Sammlung unseres Museums, die andere Hälfte wurde dem Museum von Weinheimer Haushalten und Organisationen zur Verfügung gestellt. Die Konzeption und Durchführung lagen in den Händen der Museumsleiterin Claudia Buggle und von Alexander Boguslawski vom Förderkreis des Museums. Für die Fotografien, das Plakat und die Internet-Präsentation zeichnet Hans-Jürgen Fuchs verantwortlich. whm