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Weinheim Briefmarkenfreunde laden zum Großtauschtag für Sammler ein / Auch Münzen und Ansichtskarten im Angebot

Gestempelte Exemplare sind gefragt

Archivartikel

Zum zweiten Mal in diesem Jahr veranstalten die Briefmarkenfreunde Weinheim ihre Tauschbörse, und zwar wieder wie gewohnt im Rolf-Engelbrecht-Haus. Am Sonntag, 4. August, von 9 bis 13 Uhr öffnen sich die Pforten für alle Sammler und Interessierten der unterschiedlichsten Sammelgebiete.

Die Voranmeldungen lassen wieder eine gute Resonanz erwarten, denn im Umkreis von 80 Kilometern sei dies an diesem Sonntag die einzige Veranstaltung dieser Art, heißt es in einer Pressemitteilung der Briefmarkenfreunde.

Durch die Einbeziehung von Ansichtskarten und Münzen werde ein sehr umfangreiches Publikum angesprochen. Es sei immer wieder erfreulich, dass Tauschbörsen der Philatelie weiterhin eine sehr gute Besucherresonanz haben. An der Altersstruktur der Besucher sei allerdings erkennbar, dass das Hobby „Philatelie“ mehr die älteren Sammler zu Tauschbörsen führt. Bei Gesprächen mit jüngeren Besuchern sei erkennbar, dass diese eher die Kauf- und Tauschmöglichkeiten des Internets nutzen, um fehlende Stücke für die eigene Sammlung zu erwerben. Nicht zu leugnen ist andererseits, dass der Markt für Standardware der Gebiete Bundesrepublik, Berlins, der ehemaligen DDR und vieler westeuropäischer Länder sehr schwierig ist und die Konkurrenz durch Online-Auktionshäuser besonders den Händlern zu schaffen macht, heißt es weiter.

„Die Sammler sollten aber bei sehr preisgünstigen Angeboten sehr vorsichtig beim Kauf sein, denn leider tummeln sich auf den entsprechenden Internetplattformen auch etliche schwarze Schafe“, heißt es wörtlich.

Umschläge gesucht

Weiterhin ist vor allem beim Sammeln von Belegen (da befinden sich die Briefmarken noch auf den Umschlägen) eine sehr starke Nachfrage festzustellen. Dies gilt nicht nur für das Gebiet Deutschland, sondern auch für fast alle europäischen und viele Übersee-Gebiete, auch beim Sammeln nach thematischen Gesichtspunkten (zum Beispiel Tiere, Getränke, Feuerwehr) ist die Nachfrage groß.

Als aktuelles Trendgebiet kann man das Thema Weltraum und die Zeit nennen, in welcher in der „Noch-DDR“ die D-Mark als Währung eingeführt wurde. Trotz der beschriebenen Trends gibt es auch unter der Sammlerschaft einige „Evergreens“, die immer Konjunktur haben: Dazu zählen grundsätzlich bessere gestempelte Briefmarken aller deutschen Gebiete, Briefe, Heimatbelege und Ganzsachen. Belege, die ein Bild haben, wie der Experte sagt, sind immer sehr gesucht.

Nach der sehr guten Resonanz bezüglich der Begutachtung der eigenen „Schätze“ bietet der Briefmarkenverein auch bei dieser Veranstaltung diesen kostenlosen Service wieder an.

Wobei der Verein in diesem Punkt die Bitte äußert, etwas Geduld mitzubringen, falls die Warteschlange länger sein sollte. wn