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Montafon (mit Podcast) Bewegungshungrige kommen hier auf ihre Kosten

Grenzerfahrung mit Gipfelblick

Blühende Natur, verträumte Maisäßlandschaften, felsige Grate und über 1100 Kilometer markierte Wanderwege: Das Montafon ist ein Paradies für Wanderer. Ob in Begleitung eines Wanderführers oder auf eigene Faust – in Bergschuhen lässt sich das Alpental im österreichischen Bundesland Vorarlberg am besten erkunden. Die Madrisa-Rundtour führt sogar über die Grenzen in die Schweiz.

Jause, Wasser, Sonnen- und Regenschutz, Wanderkarte und eine Stirnlampe, falls es spät wird: Schon das Packen des Rucksacks für eine Wanderung hat seinen eigenen Reiz. Es ist, als würde man während des Urlaubs eine Reise unternehmen. Für einen Tag. Oder zwei. Die Route ist ausgesucht und das Ziel vor Augen – die gemütliche Hütte zum Einkehren, der Gipfel am Ende der Tour oder der atemberaubende Ausblick auf der Strecke. Für viele Wanderer ist es – wie Konfuzius schon sagte – der Weg selbst.

Tourentipp: Madrisa-Runde

Und davon gibt es im Montafon genügend. Ein ganz besonderer Weg führt im Gebirgszug Rätikon vom Bergdorf Gargellen in die Schweiz und wieder zurück. Das spannende dabei: Die Grenze wird bei der Madrisa-Rundtour auf 2415 Meter in Bergschuhen überschritten. Bis 8. September wird jeden Freitag eine geführte Wanderung auf dieser Route angeboten. Los geht’s an der Talstation der Gargellner Berbahnen. Neben einer Jause muss auch ein gültiges Reisedokument mitgeführt werden. Die eintägige Tour für ambitionierte Wanderer bietet einmalige Eindrücke in einer besonders spannenden Umgebung: Wo heute Bergfexe die Natur genießen, haben vor vielen Jahren Schmuggler Waren wie Kaffee und Tabak über die Grenzen gebracht. Bis 2002 war oberhalb des Montafon sogar noch ein Zollwachbeamter stationiert. Auf den ehemaligen Säumer- und Schmugglerpfaden verläuft heute die anspruchsvolle Umrundung des Madrisa-Massivs.

Belohnt werden die Wanderer mit wunderschönen Ausblicken auf die umliegenden Gipfel des Rätikons und der Silvretta – das weiß auch Alfred Danna. Als Wanderführer hat er bereits viele Gäste auf dieser Tour begleitet. „Ein besonders spannendes Bild zeigt sich einem nach dem Grenzübertritt beim Gafierjöchle. Der Blick auf eine Kante, wo das helle Kalkgestein des Rätikons auf das dunkle Urgestein trifft“, gerät der langjährige Wanderführer ins Schwärmen. Auch der Ausblick auf die Südseiten der Montafoner Gipfel ist sehenswert: „Auf einmal erkennt man Postkartenmotive wie die Drei Türme nicht mehr, weil diese von der Schweizer Seite aus betrachtet, ganz anders aussehen.“ bubm

Hier geht's zum Podcast über "Klettern zum Entspannen" im Montafon.

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