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Roman Stefan Maiwalds Venedig-Buch enttäuscht

Gute Idee, schlecht gemacht

Im Jahr 1571 befindet sich die Republik Venedig in voller Blüte. Es gibt jedoch zahlreiche Konkurrenten, die den Venezianern den Erfolg neiden. Davide Venier, Agent des Dogen, soll eine portugiesische Verschwörung aufdecken, die Venedigs einträchtigen Pfefferhandel unterbinden will. Gleichzeitig werden mehrere angesehene Kaufleute der Stadt ermordet. Davide glaubt zu wissen, dass nur ein Täter hinter den Verbrechen steckt und dieser ein bestimmtes Ziel verfolgt.

Gibt es Verbindungen zum Komplott der Portugiesen, die unliebsame Zeugen aus dem Weg räumen wollen? Stefan Maiwalds neuer historischer Roman mit Davide Venier, „Die Toten von Rialto“, ist leider eine Enttäuschung. Die Grundidee ist zwar gut, die Ausführung indes weniger. Man hat den Eindruck, der Autor habe nicht ausreichend Ideen für die Handlung gehabt. So wird die Seeschlacht von Lepanto überproportional ausgewalzt, obwohl sie mit der eigentlichen Story nichts zu tun hat. Das Ende der Geschichte wirkt danach recht abrupt und wenig schlüssig. („Die Toten von Rialto“, dtv, 304 S., 15,90 Euro) dpa