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Im Test Der neue Mercedes-Benz GLA ist höher als der Vorgänger / Sehr gute Platzverhältnisse / Komfortables Fahrwerk

Jetzt noch mehr SUV

Archivartikel

Mannheim.Mercedes-Benz ist bei den SUVs (Sport Utility Vehicle) gut aufgestellt. Mit GLA, GLB, GLC und GLE werden bei den Stuttgartern vier Vertreter dieses Segments angeboten. Am Einstieg in die SUV-Modellfamilie wurde gefeilt. Der neue GLA fährt vor nun mit mehr Platz vor. Gegenüber seinem Vorgänger ist das neue Modell um mehr als zehn Zentimeter in der Höhe gewachsen. Dies geht mit einer höheren Sitzposition und mehr Kopffreiheit einher. Der SUV-Charakter des Einstiegsmodells wurde gestärkt. Wozu auch die aufrechte Frontpartie, die kurzen Überhänge sowie die schützenden Verkleidungen ihren Beitrag leisten.

Höherwertige Materialien

Die Raumausnutzung im Kompakt-SUV kann man als sehr gut bezeichnen. Auf allen Plätzen geht es großzügig zu. Reichlich Kopf- und Kniefreiheiten ermöglichen ein entspanntes Reisen. Fürs Gepäck bleibt ein Fach, das ein Volumen von 425 Litern erreicht. Durch Umlegen der Rückbank steigert sich der Wert auf einer fast ebenen Ladefläche auf 1420 Liter. Diese Kapazitäten erreichen im Vergleich zu Mitbewerbern allerdings keine vorderen Plätze. Praktisch ist jedoch die Rückbank, die sich optional um 14 Zentimeter verschieben lässt. Zudem kann die Fondlehne in eine steilere Position gebracht werden, so dass sperrige Kartons verstaut werden können.

Der Innenraum strahlt Qualität aus. Hochwertige Materialien sind bestens verarbeitet. Die fünf runden Lüftungsdüsen werten mit ihrer Turbinenoptik das Interieur auf. Eine frei stehende Bildschirmeinheit überträgt auf zwei 10,25-Zoll-Displays die Daten. Diese können auch per Sprachsteuerung aktiviert werden. Zauberwort ist dabei „Hey Mercedes“. Basis hierfür bildet das Infotainmentsystem MBUX (Mercedes-Benz User Experience). Dazu gehören ebenso Grafiken, ein Head-up-Display oder die Navigation.

Auch an der Sicherheit haben die Ingenieure gearbeitet und beispielsweise eine Abbiege-, Ausstiegswarn- oder eine Rettungsgassenfunktion installiert. Eine saubere Sache ist die Waschstraßenfunktion. Dabei werden mit einem Befehl die Außenspiegel eingeklappt, die Seitenscheiben sowie das Schiebedach geschlossen, der Regensensor unterdrückt und die Klimaanlage auf Umluftbetrieb geschaltet.

Unter der Motorhaube des schicken Allround-SUV arbeiten wahlweise Benziner mit 136, 163 und 224 PS sowie Diesel mit 116, 150 und 190 PS. Zum Angebot zählt auch ein Plug-in-Hybrid-Modell mit einer Systemleistung von 218 PS. AMG-Varianten leisten 306, 387 und 421 PS. Der GLA 220 d 4MATIC steht mit 190 PS im Datenblatt, die das 1670 Kilogramm schwere Auto in 7,3 Sekunden auf die 100-Kilometer-Marke beschleunigen. Die Spitzengeschwindigkeit ist bei 219 km/h erreicht. Das komfortbetonte Fahrwerk lässt nur eine minimale Seitenneigung in Kurven zu und meistert geschmeidig Straßenunebenheiten. Ohne Anfahrschwäche legt der laufruhige Selbstzünder los. Das Doppelkupplungsgetriebe passt sich an und arbeitet ohne Hektik. Den Verbrauch gibt das Werk mit durchschnittlich 5,1 Litern pro 100 Kilometer an. Die Testfahrten ergaben zwei Liter mehr.

Der GLA 220 d 4MATIC kostet 43 360 Euro. Das Kompakt-SUV steht ab 35 171 Euro in der Preisliste.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/auto