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Kempa: Eine typische Handball-Marke

Archivartikel

Trikot: Neuer Ausrüster strebt mit den Flames eine längerfristige Zusammenarbeit an

Progressiv, jung, bunt und wild ist die Bundesliga-Crew der HSG Bensheim/Auerbach, findet Tim Grothaus. „Und die Flames sind ein Team, das seinen eigenen Weg geht.“ Dieses Profil harmoniert mit dem Selbstverständnis der Handballmarke Kempa. Seit Beginn dieser Saison sind die Flames und Kempa Partner. „Das passt sehr gut zusammen“, sagt Grothaus, der beim Anbieter von Handballprodukten für die Sport-Promotion zuständig ist.

Kempa gehört zum Sportartikelhersteller uhlsport. Das Unternehmen aus dem baden-württembergischen Balingen stattet europaweit Vereine und weltweit Nationalmannschaften sowie einzelne Handballer, unter anderem Uwe Gensheimer und den gebürtigen Bensheimer Jannik Kohlbacher von den Rhein Neckar Löwen, mit Equipment aus. Marken-Botschafter in der Frauen-Bundesliga sind neben den Flames der Buxtehuder SV und TuS Metzingen. Aus der Männer-Bundesliga werden vier Teams ausstaffiert. Zudem schlagen die Auswahlmannschaften des Deutschen Handballbundes in Sportkleidung aus Balingen auf. uhlsport beschäftigt rund 240 Mitarbeiter und machte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 73 Millionen Euro.

Bei der HSG Bensheim/Auerbach ist man erfreut über die Kooperation. „Uns war wichtig, einen Partner an unsere Seite zu bekommen, der Handball lebt und seine Wurzeln im Handball hat. Die Zusammenarbeit macht Freude und ist direkt und unkompliziert“, erklärt Flames-Geschäftsführer Jörg Hirte. Der Deal wurde von einem in Pfungstadt ansässigen, gemeinsamen Partner des Handball-Teams und der Marke initiiert. „Diese Kooperationen ergeben sich auf unterschiedliche Art, bei den Flames ist es über diese regionale Schiene gelaufen“, so Tim Grothaus.

Bevor Kempa eine Vereinbarung mit einem neuen Kunden abschließt, werden bestimmte Voraussetzungen überprüft. Die Region, in der das Team beheimatet ist, wird auch im Hinblick auf ihre Wirtschaftskraft unter die Lupe genommen. Die Strukturen des Vereins werden vom Bundesliga-Ensemble bis in den Nachwuchsbereich hinein analysiert. Und der Kandidat muss Strahlkraft in seiner Region besitzen. Die Flames erfüllen diese Kriterien. Über die Laufzeit des Kontrakts gibt die Firma keine Auskunft. Tim Grothaus: „Grundsätzlich sind wir an langfristigen Kooperationen interessiert, weil es etwas dauert, bis sich alles eingespielt hat und wir unsere gemeinsamen Ziele erreichen können.“

Im Jahr 2002 bekam die uhlsport GmbH vom Deutschen Handballbund den Zuschlag für die Ausrüstung des Männer-Nationalteams erteilt. Die mit dieser Kooperation einhergehende Markteinführung von Handballprodukten wollte der Sportartikelhersteller aus Balingen mit einem neuen Markenamen verbinden.

Die Geschäftsleitung hatte den Einfall, bei Bernhard Kempa, dem legendären Göppinger Handballspieler, Trainer und Erfinder des Kempa-Tricks, wegen der Verwendung seines Nachnamens für die uhlsport-Handballsparte nachzufragen. Kempa war einverstanden, die Marke Kempa war geboren. „Eine geniale Idee, denn Kempa kennt jeder Handballer“, ist Tim Grothaus heute noch begeistert von diesem Namens-Coup.