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Im Test Nach einer gründlichen Überarbeitung kommt der Mitsubishi ASX frisch daher / Gutes Infotainmentsystem, fairer Preis

Kerniger und moderner

Archivartikel

Mannheim.SUVs polarisieren – die Einen lieben sie, die Anderen hassen sie. Und die Argumente für die Liebe zu der Fahrzeuggattung sind nicht schwer nachvollziehbar: der bequeme Einstieg, die erhöhte Sitzposition, die schöne Ladefläche. Genau deshalb verkaufen sich die SUVs wie geschnitten Brot, und kaum ein Hersteller verzichtet heute noch auf Modelle in seiner Palette. Und so setzt auch Mitsubishi weiter auf den ASX als Bestseller, der nun eine großzügige Überarbeitung erfahren hat.

Die völlig neu gestaltete Frontpartie lässt ihn kerniger, rustikaler erscheinen. Und moderner, denn immerhin hat der ASX schon zehn Produktionsjahre und die dritte – „Facelift“ genannte – Überarbeitung auf dem Buckel. Diesmal gibt es auch einen neuen Motor. Einen Zweiliter-Sauger mit 150 PS. Die einzige Motorvariante im Angebot. Sie kann mit Allrad- oder Frontantrieb und Fünfgang-Schaltgetriebe oder stufenloser CVT-Automatik kombiniert werden.

Auch der Testwagen nimmt dem Fahrer das Schalten ab und überrascht beim Rangieren und Anfahren mit einem beeindruckenden Biss. Bei Ampelstarts sprintet der ASX wie von einer Tarantel gestochen davon. Doch die Spritzigkeit verliert sich rasch, denn die besagte CVT-Automatik lässt den Motor zwar aufjaulen, die 150 PS scheinen sich aber im Nirgendwo zu verlaufen.

Voll ausgestattet

Generell ist im Mitsubishi der Geräuschpegel hoch. Sowohl die Motoren-Getriebe-Kombination leistet dazu einen Beitrag als auch das Fahrwerk, das poltrig arbeitet und Stöße vor allem an Passagiere auf der Rückbank deutlich weitergibt. Erwachsene Hinterbänkler werden im ASX – vor allem in der besten Ausstattung „Top“ eh nicht verwöhnt, weil das dann serienmäßige Panorama-Glasdach die Kopffreiheit einschränkt. Der Kofferraum dagegen nimmt mit seinen rund 400 Litern Volumen mehr als nur das Gepäck für zwei Personen auf.

Der Innenraum ist nun deutlich aufgefrischt und zentraler Punkt ist das Acht-Zoll-Infotainmentsystem. Der Touchscreen reagiert schnell, einfache Menüs geben keine Rätsel auf und die Navigation läuft über TomTom – pass- und zielgenau. Die Ledersitze sind bequem, bieten aber nur wenig Seitenhalt. Aber der ASX ist eben auch kein Auto zum Rasen. Vielmehr mag er den niedrigen Drehzahlbereich, rollt gemütlich über die Straße. Die Werksangaben in Sachen Verbrauch hat der Testwagen mit dem Zweiliter allerdings trotzdem um ebensoviele Liter Benzin überschritten. Fast neun Liter für einen Kompakten sind zuviel, das können andere besser.

Punkten kann der ASX eindeutig mit dem Preis. Die Top-Ausstattung lässt keine Wünsche mehr offen. Nichts, was auch in der Oberklasse an netten Dingen, die das Fahrer-Leben erleichtern und schöner machen, fehlt. Navi, Klima, Leder, Rückfahrkamera – für 31 490 Euro ist alles an Bord. Wer sich in Sachen Luxus etwas genügsamer gibt, bekommt den Mitsubishi schon ab 20 490 Euro. Das ist ein Wort. Denn der Motor ist auch hier der 150-PS-Benziner mit Schaltgetriebe – und schon guter Basisausstattung.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/auto