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Kerwetanz mit neuen Bands

Freizeit-Tipp: Die älteste Stadt an der Bergstraße feiert an diesem Wochenende Kirchweih

Zwingenberg.Giacomo Tasca, Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung der Zwingenberger Traditionskerb, hatte beim Vereinsvertreterstammtisch zu Beginn des Jahres angekündigt, dass bei der Kirchweih 2019 zwei neue Bands an den Start gehen werden – aus den Namen der beiden Formationen machte Tasca allerdings zu diesem Zeitpunkt noch ein Geheimnis: „Lasst euch überraschen!“ Jetzt ist öffentlich, wer bei der „Zwingebejer Kerb“ am dritten Augustwochenende die musikalischen Gäste sein werden:

Am 17. August, Samstag, tritt ab 20 Uhr auf dem als Festplatz hergerichteten Parkplatz westlich der Melibokushalle das „Alan Best Orchestra“ auf; am 18. August, Sonntag, gastieren dort ab 17.30 Uhr die „Pink Panthers“. Beim Frühschoppen am 19. August, Montag, ab 10 Uhr, werden die Besucher des Festes dann – ganz traditionell – von den beliebten „Zwingenberger Musikanten“, nämlich der örtlichen Feuerwehrkapelle, unterhalten.

Der Startschuss für das „Fest der Feste“ fällt am Samstag (17.) um 18.30 Uhr mit einem Ökumenischen Eröffnungsgottesdienst, um 19 Uhr folgt der Fassbieranstich. Anschließend stellen die Kerweborsch die Traditionsfiguren vor. Während in anderen Ortschaften auch Kerweköniginnen, Kerwepfarrer oder Kerwewätze benannte werden, beschränkt man sich im ältesten Bergstraßenstädtchen auf einen Kerwevadder und seinen Mundschenk. Wer diese Funktionen übernimmt, daraus wird alljährlich ein „Staatsgeheimnis“ gemacht – gelüftet wird es traditionell im Rahmen der Eröffnung. Ab 20 Uhr spielt das „Alan Best Orchestra“ zum Tanz auf.

Diese Formation kann mit verschiedenen musikalischen Schwerpunkten gebucht werden. Als „Showband“ setzt man auf „Partypower“, nämlich aktuelle Chart-Hits, Musik der Achtziger und Neunziger, gepaart mit Kultschlagern und Neue-Deutsche-Welle-Hits. Als „Memories“-Band verspricht Alan Best „Oldies, but Goldies“. Der Verein zur Erhaltung der Zwingenberger Traditionskerb hat die Variante „Orchestra“ und damit „Tanzmusik – klassisch bis fetzig-modern – sowie diverse Show-Acts“ gebucht. Fortgesetzt wird das Kirchweih-Programm am Sonntag (18.) mit einem großen Kerweumzug, der sich ab 14 Uhr durch die Stadt schlängelt. Auf der Bundesstraße 3 sollen zu diesem Zeitpunkt bereits der Startschuss für den ersten Bauabschnitt im Zuge der B3-Erneuerung gefallen sein, allerdings bleibt die traditionelle Umzugsstrecke in diesem Jahr noch von der Großbaustelle verschont.

Die am Umzug teilnehmenden Musikzüge geben sich anschließend auf dem Festplatz ein musikalisches Stelldichein und der Kerwevadder wird – assistiert von seinem Mundschenk – verhaltensauffällige Zwingenberger in seiner Kerweredd nicht ungeschoren davonkommen lassen.

Ab 17.30 Uhr spielen dann am Sonntag die „Pink Panthers“ zum Tanz auf. Bei den musikalischen Gästen handelt es sich um ein in der Region ebenso bekanntes wie beliebtes Ensemble mit dem Lorscher Jean Diehl an der Spitze. Die „rosaroten Panther“ versprechen „Tanz- und Unterhaltungsmusik der Spitzenklasse“. Neben aktuellen Hits geht die Band mit Oldies, Schlager, Rock und Pop an den Start.

Auf dem Programm für den Kerwe-Sonntag steht auch ein Feuerwerk, das gegen 21.30 Uhr gezündet werden soll. Giacomo Tasca und sein Team haben vorsichtshalber den Hinweis „geplant“ in Klammern hinter diesen Programmpunkt gesetzt, denn ob es am Himmel über Zwingenberg knallen und leuchten wird, das hängt von der Wetterlage ab: Das Feuerwerk musste wegen Trockenheit auch schon abgesagt werden.

Der Kerwe-Montag steht ganz im Zeichen des traditionellen Frühschoppens, für den manche Zwingenberger sogar einen Urlaubstag nehmen. Beginn ist um 10 Uhr, die Musiker der örtlichen Feuerwehrkapelle treten als „Zwingenberger Musikanten“ unter der Leitung von Rolf-Günter Wind auf.

Die Kerweborsch sorgen für eine Tombola und der Frühschoppen bildet auch den Rahmen für die Festzugprämierung. mik