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Weinheim Vorführung „Enkel“ mit Rainer Höß und Gerald Sander

Kino und Diskussion

Archivartikel

Der Film ist mittlerweile über die Region hinaus bekannt: Über Sophie Stippel, die später in Weinheim ihren Lebensabend verbracht hat, und Rudolf Höß, den Leiter des Konzentrationslagers in Ausschwitz, der wie Sophie Stippel in Mannheim groß geworden war. Er erkannte sie und holte sie als Köchin in seinen Haushalt. Sophie Stippel überlebte die Inhaftierung im Konzentrationslager, in das sie als Zeugin Jehovas 1942 deportiert worden war.

Den Film „Die Köchin des Kommandanten“ haben viele Zuschauer unter anderem im Weinheimer Kino „Modernes Theater“ mit Interesse gesehen. Schon damals berichtete Gerald Sander, Sophie Stippels Enkel, von seinen Begegnungen und Gesprächen mit Rainer Höß, dem Enkel des „Kommandanten“ Rudolf Höß - und einem möglichen neuen Filmprojekt.

Jetzt ist es soweit: Rainer Höß und Gerald Sander, die beiden Enkel, treffen sich am Sonntag, 9. Februar, in Weinheim, wieder im Kino „Modernes Theater“ zur Deutschland-Premiere des Films „Enkel“ von Regisseur Aleksandar Reljic. Der Film beleuchtet die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Rainer Höß und der in Rumänien geborenen Jüdin Eva Mozes Kor, die Auschwitz überlebt hat.

Der Film „Enkel“ wird im Rahmen einer Matinee am Sonntag, 9. Februar, um 12 Uhr aufgeführt, er dauert (in englischer Originalfassung) rund 80 Minuten. Im Anschluss werden die beiden „Enkel“ Rainer Höß und Gerald Sander Gast einer Gesprächsrunde bei Weinheims Pressesprecher Roland Kern sein und sich den Fragen der interessierten Besucher stellen.

Die Veranstaltung kostet 7,50 Euro Eintritt (inklusive Begrüßungsgetränk), eine Anmeldung mit Kartenreservierung ist sinnvoll beim Kino „Modernes Theater“ unter Telefon 06203/6 21 55 oder per Mail an zentrale@kinoweinheim.de. Das Bündnis „Weinheim bleibt bunt“ ist Kooperationspartner der Veranstaltung. whm