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Im Test Renault hat sein Kompakt-SUV (Sport Utility Vehicle) Kadjar überarbeitet / Die Preisliste startet bei 23 090 Euro

Komfortabler und sparsamer

Köln.Das Kaufinteresse an SUVs (Sport Utility Vehicle) ist nach wie vor groß. Auch wenn die Zahl der Kritiker an den Stadtgeländewagen wächst. Moniert wird von diesem Personenkreis die Größe, die hohe PS-Leistung und der damit einhergehende höhere Verbrauch des Fahrzeugs. Die Autohersteller wirken mit überarbeiteten Motoren, die weniger Treibstoff benötigen, dagegen. SUVs werden zudem immer kompakter, weil die Firmen auch ihre Kleinwagen auf Stelzen stellen. So wird dem Wunsch des Kunden nach erhöhter Bodenfreiheit und mehr Sicherheit Rechnung getragen. Klar, dass dann auch die Verbräuche und somit die Umweltbelastung zurückgehen.

Seit 2015 auf dem Markt

Ihren Beitrag zu der Entwicklung, dass die SUV-Klasse in Deutschland zu den am schnellsten wachsenden Segment gehört, leisten auch Modelle ausländischer Firmen. So wie der Renault Kadjar. Der französische Autobauer hat seit der Markteinführung des Kadjar im Jahre 2015 weltweit über 450 000 Exemplare abgesetzt. Nun wurde das Multitalent aufgefrischt. Der Autobauer hat die Optik dezent geschärft, den Komfort erhöht und die Motoren überarbeitet. Zwei Turbobenziner (140 und 159 PS) und zwei Turbodiesel (115 und 149 PS) stehen zur Wahl. Die Vierzylinder verfügen über Direkteinspritzung und ein Start-Stopp-System.

Die Benziner sind mit einem Rußpartikelfilter ausgestattet, der die in den Abgasen enthaltenen Feinstaubpartikel sammelt und sie durch Verbrennung beseitigt. Das Ergebnis: Der Topbenziner (159 PS) im Kadjar TCe 160 benötigt mit Automatik im Durchschnitt moderate 5,6 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer. Unterboten wird der Wert vom Diesel, dessen 149-PS-Antrieb mit manueller Schaltung 4,8 Liter abruft. Die Selbstzünder verringern mit einem SCR-Katalysator die Stickoxid-Emissionen.

Der Kadjar gibt sich dynamisch. Der überarbeitete Kühlergrill trägt dazu bei. Er ist jetzt breiter und in der Topausstattung Bose Edition mit Chrom eingefasst. Neu sind ferner die Stoßfänger hinten und vorne sowie die Tagfahrlichter in C-Form, in die LED-Blinker integriert sind. Im Innenraum empfängt die Passagiere das neue Sieben-Zoll-Touchscreen für das Online-Infotaintmentsystem. Dieses erlaubt die Smartphone-Integration über Apple CarPlay und Android Auto, womit Apps übertragen und bedient werden können.

Der Fahrer und sein Beifahrer haben auf langstreckentauglichem Gestühl reichlich Platz. Sie können sich über vergrößerte Fächer in den Vordertüren freuen, die jetzt auch 1,5-Liter Wasserflaschen aufnehmen. Nach einem bequemen Einstieg genießen auch die Hinterbänkler reichlich Kopf- und Kniefreiheiten. Fürs Gepäck steht ein Fach mit einem Volumen von 472 Litern zur Verfügung. Der gefahrene Kadjar TCe 160 GPF mit 1,3 Liter Hubraum schafft in 9,9 Sekunden die 100-Kilometer-Marke bis auf eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h.

Das reicht allemal für zügige Fahrten. In Verbindung mit dem genau arbeitenden Schaltgetriebe, das die Kraft auf die Vorderräder überträgt, verbrennt der 159-PS-Benziner durchschnittlich 6,1 Liter pro 100 Kilometer. Das ist kein schlechter Wert, den wir bei Testfahrten auch erreicht haben. Der Kadjar war dabei äußerst agil unterwegs. Seine kompakten Abmessungen bereiten auch bei der Stadtfahrt kein Kopfzerbrechen. Hoher Federungskomfort bügelt alle Unebenheiten der Straße weg. Der Renault Kadjar TCe 160 GPF Bose Edition kostet 32 290 Euro. Die Preisliste startet bei 23 090 Euro.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de

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