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Weinheim/Bergstraße Land unterstützt Schulen an der Bergstraße mit mehr als 1,8 Millionen Euro

Kommunen begrüßen „digitalen Schulterschluss“

Warmer Regen aus Stuttgart für Weinheim und Hemsbach. Das Kultusministerium Baden-Württemberg stellt im Rahmen des „Digitalpakts Schule“ den beiden Kommunen Gelder für den Ausbau der digitalen Infrastruktur an Schulen zur Verfügung. Nach Weinheim fließen dabei rund 1,7 Millionen Euro, rechnet man die 20 Prozent Eigenanteil der Stadt hinzu, sind es über zwei Millionen Euro. Diese Zahlen nennt die städtische Pressestelle auf Anfrage der Redaktion.

Auch in Hemsbach freut man sich. Für die Grundschulen gibt das Land genau 111 700 Euro (plus 20 Prozent Eigenanteil sind es gut 134 000 Euro), der Schulverband Nördliche Badische Bergstraße erhält 463 000 Euro, um die weiterführenden Schulen für die digitale Zukunft fit zu machen. Das teilt die Stadtverwaltung Hemsbach mit. „Ich freue mich, dass in Sachen Digitalisierung weiter Bewegung in unsere Schullandschaft kommt und dies finanziell auch entsprechend unterstützt wird“, begrüßt Bürgermeister Jürgen Kirchner den „digitalen Schulterschluss“ von Bund, Land und Kommunen. „Jetzt können wir auch in Hemsbach tatkräftig den Weg in die digitale Zukunft weitergehen“, ist er sich sicher.

Klare Vorgaben

Die Mitteilung aus Stuttgart ist eine verbindliche Zusage für die Jahre 2020 und 2021, weshalb die Zuschüsse auch fest eingeplant werden können. Das ist auch der Grund, warum in Weinheim die Beträge bereits in der mittelfristigen Finanzplanung aufgeführt sind. Welche Schulen genau von den Zuschüssen partizipieren, das wird in Weinheim gerade verwaltungsintern ausgearbeitet. Im Herbst soll dann eine Vorlage in den entsprechenden Ausschuss, „bis Ende des Jahres steht dann fest, in welche Schule und vor allem auch für welche Projekte investiert wird“, erklärt der städtische Pressesprecher Roland Kern den „wichtigen Schritt“. Gefördert werden mit den Geldern des „DigitalPakts“ gleich mehrere Maßnahmen. Dazu gehören beispielsweise der Aufbau oder die Verbesserung der digitalen Vernetzung in Schulgebäuden und auf Schulgeländen, lokale schulische Server, der WLAN-Ausbau, die Anschaffung von Anzeige- und Interaktionsgeräten wie Displays und interaktiven Tafeln sowie digitaler Arbeitsgeräte und mobiler Endgeräte wie Laptops, Notebooks und Tablets. Auch begleitende Maßnahmen wie Planung, Beschaffung, Entwicklung, Aufbau und Inbetriebnahme fallen unter die förderfähigen Maßnahmen.

Im Fall des „Digitalpakts“ ist es wichtig, dass genaue Vorgaben vorhanden sind. Denn in der Vergangenheit gab es an verschiedenen Schulen immer wieder Spenden in Form von Hardware wie Tablets, doch all diese Geräte helfen nur bedingt weiter, wenn beispielsweise das WLAN schwächelt. Zusätzlich gibt es weitere Bedingungen: So muss der Schulträger beispielsweise bestätigen, dass der IT-Support gesichert ist. Weiterhin muss ein Medienentwicklungsplan vorgelegt werden, der eine Bestandsaufnahme der bestehenden und benötigten Ausstattung, ein technisch-pädagogisch sinnvolles Einsatzkonzept und eine bedarfsgerechte Fortbildungsplanung für die Lehrkräfte enthält. Die Stadt Hemsbach hat sich damit schon intensiv befasst und hat genau diese Schritte bereits für die Goetheschule eingeleitet.