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Literatur Thomas Chatwins „Mörder unbekannt verzogen“

Krimi zum Wohlfühlen

Archivartikel

Daphne Penrose, umtriebige Briefträgerin von Fowey, einem Hafenstädtchen in Cornwall, stolpert buchstäblich über die Leiche des beliebten Hausarztes Dr. Finch. Fast gleichzeitig findet ihr Mann Francis, seines Zeichens Hafenmeister, die ermordete Lehrerin Florence Bligh. Beide wurden mit derselben Waffe erschossen. Daphne macht sich entschlossen auf die Jagd nach dem Mörder. Wenn da nur nicht der unsympathische Inspector Vincent wäre, der ihr immer in die Quere kommt.

Thomas Chatwin, Pseudonym von Claus Beling, von dem die Rosamunde-Pilcher-TV-Reihe stammt, siedelt seinen Krimi „Mörder unbekannt verzogen“ natürlich im Pilcher-Land an. Ein typischer Vertreter des Genres der „Wohlfühl-Tourismus-Krimis“, die seit einiger Zeit sehr populär sind. Trotz der Morde bleibt alles wohlgefällig und nett. Die Handlung plätschert belanglos vor sich hin, aber dennoch schafft man es nicht, sich wirklich zu langweilen. Für Pilcher-Fans genau das richtige Buch, inklusive Sightseeing- und Hoteltipps des Autoren (Thomas Chatwin: „Mörder unbekannt verzogen“. Rowohlt Verlag, Hamburg. 304 Seiten, 14,99 Euro). dpa