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Literatur Gard Sveens „Die stille Tochter“

Kriminalfall spielt im Kalten Krieg

Archivartikel

Mit dem Fund einer Frauenleiche in einem See in Norwegen lässt Gard Sveen seinen neuen Thriller „Die stille Tochter“ beginnen. Die Frau muss schon sehr lange tot sein, so dass es unmöglich scheint, sie zu identifizieren. Der Verdacht kommt auf, dass es sich bei der Toten um eine junge Frau handeln könnte, die in den 80er Jahren aus der DDR nach Norwegen kam und als Spionin aktiv war.

Breites historisches Panorama

Der Geheimdienst engagiert den ehemaligen Polizisten Tommy Bergmann, um die Hintergründe des Falls zu ermitteln. Der unkonventionelle und eigenbrötlerische Bergmann, der bereits in mehreren Sveen-Romanen die Hauptfigur war, merkt bald, dass er auf der richtigen Spur zu sein könnte, denn immer wieder werden seine Ermittlungen scheinbar von offizieller Seite behindert. Sveen lässt die Handlung in den Jahren 1982 und 2016 spielen. Das führt zu einem umfangreich dargestellten historischen Hintergrund, dem allerdings die Spannung bisweilen etwas zum Opfer fällt (Gardt Sveen: „Die stille Tochter“. List Verlag, Berlin. 367 Seiten, 14,99 Euro). dpa