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Literatur „Fünf Tage in Paris“ von Tatiana de Rosnay

Krise als Chance

Archivartikel

Seit Tagen regnet es in Paris, die Stadt ertrinkt in einer Sintflut, es herrscht Ausnahmezustand. Ausgerechnet in dieser apokalyptischen Lage kommen hier die Malegardes zu einer Familienfeier zusammen. Die Eltern Lauren und Paul reisen aus Südfrankreich an, Tochter Tilia aus London und Sohn Linden aus San Francisco.

Doch der 70. Geburtstag des Vaters steht unter keinem guten Stern. Paul bricht im Restaurant zusammen und fällt ins Koma. Eine Katastrophe, die jedoch zum Neuanfang wird. Die Mitglieder der Familie, die viele Geheimnisse mit sich herumtragen, kommen sich nahe wie nie zuvor und entdecken sich neu.

Die Bestsellerautorin Tatiana de Rosnay („Sarahs Schlüssel“), die auf Französisch und Englisch schreibt, hat einen wunderbaren Roman über Familiengeheimnisse verfasst. Vor dem düsteren Hintergrund eines Jahrhunderthochwassers erzählt sie einfühlsam, echt und lebensnah von den zärtlichen Banden zwischen den Generationen und den schwarzen Löchern, die durch Schweigen und Verheimlichen entstehen. dpa