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Krimi

Lahrs „Hochamt in Neapel“

Eine archäologische Sensation in Neapel und der Mord an einem Zollbeamten in Rom haben eines gemeinsam: Eine finstere Allianz von Kirche, Kapital und Camorra verfolgt je eigene Interessen. Der ermittelnde römische Kommissar Bariello wird kaltgestellt. Auch der Weihbischof von Neapel Montebello muss feststellen, dass Mafia und Kirche Wind von der Entdeckung bekommen haben. Das ungleiche Duo schließt sich zusammen und nimmt den Kampf gegen den gemeinsamen Feind auf. Stefan von der Lahr hat mit „Hochamt in Neapel“ einen lesenswerten Thriller mit einer gehörigen Portion Realismus verfasst. Nimmt er doch das schlimmste Problem Italiens aufs Korn, die enge Verflechtung des organisierten Verbrechens mit Staat und Gesellschaft (C.H. Beck, 365 S., 19,95 Euro). dpa